Stationen der Entwicklung des Völklinger Eisen- und Stahlwerkes
von den Anfängen bis zur Gegenwart
1873 Gründung der „Völklinger Eisenhütte, Actien-Gesellschaft für Eisenindustrie“
(Puddelwerk) durch den rheinischen Hütteningenieur Julius Buch (Köln).
03.05.1879 Entlassung aller Mitarbeiter und völlige Stillegung der Eisenhütte wegen Unrentabilität.
Gründungsdatum
27.08.1881
Kauf des stillgelegten Unternehmens durch die Gebrüder Röchling.

Gründung der „Völklinger Eisenwerk Gebrüder Röchling OHG“.

Karl Röchling übernimmt die Werksleitung.

1881–1883 Rascher Aufschwung der Hütte: V.a. die Produktion von Eisenträgern und -schwellen wirft gute Gewinne ab. Anstieg der Beschäftigten von ursprünglich 450 auf 1.150.
Errichtung des ersten Hochofens (damals der größte im Saarrevier).
Realisierung einer eigenen Roheisenversorgung durch den Erwerb von Minette-Erzfeldern im annektierten Lothringen.
ab 1885 Kontinuierlicher Ausbau der Werksanlage. Errichtung von weiteren vier Hochöfen bis zum Jahr 1893.
1890 Völklinger Hütte ist mit der Produktion von 70.164 t Trägern der größte Eisenträgerhersteller im Deutschen Reich.
1891 Inbetriebnahme eines Thomasstahlwerkes.
Thomasstahlverfahren ermöglicht Herstellung von Stahl auf der Grundlage phosphorreicher Minetteerze. Stahlproduktion an der Saar wird zur Großindustrie.
1892 Erweiterung der Produktpalette um Oberbaumaterial, Stabeisen und Halbzeug (1904 tritt Draht dazu).
1896 Umwandlung der Gesellschaft in eine GmbH. Gleichzeitig Namensänderung in „Röchling'sche Eisen und Stahlwerke GmbH“ (RESW).
1897 Inbetriebnahme einer Kokerei auf dem Werksgelände zur eigenen Herstellung von Hochofenkoks.
1898 Bau der Carlshütte bei Diedenhofen (Thionville) zur Roheisenerzeugung in unmittelbarer Nähe der Erzvorkommen (Lothringen).
1900 Errichtung des ersten Teils der Gasgebläsehalle: Antrieb der Gasgebläsemaschinen mit Gichtgas (Weltneuheit). Bis 1914 Ausbau der Anlage auf sechs Gebläsemaschinen.
1907–1908 Entwicklung des Röchling-Rodenhauser Drehstromofens: Beginn der Elektrostahlproduktion in Völklingen.
1909–1910 Bau eines Edelstahlwalzwerkes.
1911 Inbetriebnahme einer Thomasmühle: Herstellung von Thomasmehl aus Schlacke.
August 1914 Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges: Fast völliges Erliegen der Produktion.

Umstellung der Anlagen auf Rüstungsmaterialien: Errichtung eines Presswerkes und einer Granatendreherei zur Herstellung von Grauguss- später von Stahlgranaten.

Große Teile der Belegschaft werden zum Heeresdienst einberufen. Frauen und Kriegsgefangene ersetzen z.T. die fehlenden Arbeiter.
1915 Errichtung eines Siemens-Martin-Stahlwerkes zur Herstellung von Kriegsgütern: Geschosse fast aller Kaliber, Draht für Stacheldrahtfabrik, Infanterieschutzschilde, Feldbahnschienen etc.
1916 Ausbau der Elektroofenanlage: 80 - 90 % des Materials für die Produktion deutscher Stahlhelme werden produziert.

Erweiterung der Anlage um ein Hammerwerk und eine Glüherei.
1916–1918 Beträchtlicher Schaden durch Fliegerangriffe: 328 mal wird Fliegeralarm ausgelöst. 236 Bomben fallen auf Völklingen und die Hütte.
Juni 1918 Ernennung Hermann Röchlings zum preußischen Kommerzienrat.
24.12.1919 Ein französisches Gericht verurteilt Robert und Hermann Röchling in Abwesenheit zu 10 Jahren schweren Kerkers, u.a. wegen der Zerstörung französischer Fabriken.
1920–1935 Saarland steht unter Oberaufsicht des Völkerbundes. Einsetzen einer Saarregierung. Großer Einfluss Frankreichs dennoch spürbar: Gendarmerie und Militär werden nicht abgezogen.
1920 Ratifizierung des Versailler Vertrages: Verlust sämtlicher Besitzungen in Lothringen, u.a. die Carlshütte in Diedenhofen und die Erzgruben in Algringen.

Gründung der Stahlwerke Röchling-Buderus in Wetzlar. Bau der Federnfabrik und der Drahtstraße. Hintergrund: Versailler Vertrag sah für 1925 die Herauslösung des Saargebietes aus dem deutschen Zollgebiet vor.

Optionsvertrag mit der Societé Lorraine Minière. Die darin festgesetzten Bedingungen werden von französischer Seite nie ganz erfüllt: Eine französische Beteiligung am Firmenkapital wurde somit abgewendet.
Februar 1921 Neuordnung des Firmenbesitzes. Ziel: Abtrennung des Edelstahlbetriebes als eigenständige Gesellschaft zum Schutz vor französischen Eingriffen.

Die „Röchling'sche Eisen- und Stahlwerke GmbH“ fungiert als Holdinggesellschaft für 2 Aktiengesellschaften
• „Stahlwerk Völklingen AG“
  (ab 1922 "Röchling'sche Eisen- und Stahlwerke AG in Völklingen")
• „Röchling Völklingen AG" (ab 1922 „Edelstahlwerk Röchling AG in Völklingen“)
Februar 1921 Gründung einer selbständigen Verkaufsgesellschaft für Frankreich:
„SAFFAS - Societé Anonyme Française des Forges et Aciéries de la Sarre“
(bis 1935 tätig).
1924 Stillegung der Hütte für 50 Tage als Reaktion auf französische Repressalien
(immense Preisforderungen für Koks und Erze).

Umstellung des Stammkapitals auf Französische Francs.
1925 Der Verein Deutscher Eisenhüttenleute verleiht Hermann Röchling die Carl Lueg Gedenkmedaille für seine Leistungen auf dem Gebiet der Metallurgie des Eisens.
1927 Inbetriebnahme einer Zementfabrik zur Verarbeitung der Hochofenschlacke.
1928 Die erschwerten Konkurrenzbedingungen nach dem Ende des Ersten Weltkriegs veranlassen einen technischen Innovationsschub. Ziel: Senkung des Erz- und Koksverbrauchs sowie die Steigerung der Hochofenleistung
• Bau der ersten Groß-Sinteranlage Deutschlands in Völklingen
• Völklingen treibt Weiterverarbeitung innerhalb des Werkes voran.
  Ausbau des Edelstahlwerkes, der Federnfabrik und des Hammerwerkes;
  Neueinrichtung einer Kaltwalzerei und Kaltzieherei
• Verwendung von Soda zur nachträglichen Entschwefelung des Roheisens
  außerhalb des Hochofens
1934 Der Verein Deutscher Ingenieure verleiht Hermann Röchling
die Grashoff-Gedenkmünze.
März 1935 Rückgliederung des Saargebietes ans Deutsche Reich:

Übertragung des gesamten Vermögens der Röchling'schen Eisen- und Stahlwerke AG und Edelstahlwerk Röchling AG ohne Liquidation auf die Röchling'schen Eisen- und Stahlwerke GmbH zum 31. Dezember 1935.

Rechtlich ist damit der Vorkriegsstand wiederhergestellt.
bis 1939 Die auf Autarkie ausgerichtete Wirtschaftspolitik des NS-Staates führt zu Problemen bei der Rohstoffversorgung. Innovationen sind erforderlich:
• Entwicklung neuer Techniken zur Aufbereitung und Verarbeitung eisenarmer
  Doggererze
• Einführung des OM-Verfahrens: Verknappung der Manganerze damit kompensiert
• Gewinnung von Vanadin aus Teilen der Schlacke
01.09.1939 Ausbruch des Zweiten Weltkrieges: Völklingen liegt in der„Roten Zone” (Streifen zwischen der französischen Grenze und der Hauptkampflinie des Westwalls): Zivilbevölkerung muß Gebiet räumen.

Stillegung der Hütte.
08.12.1939 Erster Hochofen wieder angeblasen. Der zweite folgt 14 Tage später. Der dritte im April, der vierte im August und der fünfte im Oktober 1940.

Umstellen der Produktion auf Kriegsmaterialien.
März 1940 Wiederinbetriebnahme des Thomasstahlwerkes.
01.07.1940 Ernennung Hermann Röchlings zum „Generalbeauftragten für Eisen und Stahl für die Gebiete Lothringen und Meurthe-de-Moselle, ausgenommen Longery” für den Vierjahresplan.

Ab Januar 1941 auf Meurthe-de-Moselle beschränkt.
1941 Hermann Röchling wird in den Verwaltungsrat der Reichsbank berufen.
1942 Hermann Röchling gehört zum Führungsstab der deutschen Kriegswirtschaft. Er ist u.a.
• Mitglied des Rüstungsrates
• Vorsitzender der Reichsvereinigung Eisen und Stahl
• Leiter der Wirtschaftsgruppe Eisenschaffende Industrie
• Reichsbeauftragter für Eisen und Stahl in den besetzten Gebieten
12.11.1942 Hermann Röchling feiert seinen 70. Geburtstag.
Der VdEH ernennt ihn zu seinem Ehrenmitglied.
Juli 1944 Verhaftung Ernst Röchlings nach gescheitertem Hitlerattentat wegen Verschwörung gegen den Staat.

Inhaftierung im Zuchthaus Brandenburg bis zum Januar 1945
(Befreiung durch amerikanische Truppen).
Herbst 1944 Näherrücken der Front: Drosselung der Produktion.
Notbelegschaft von 200 - 300 Arbeitern.
Dezember 1944 Karl Theodor Röchling (Leiter der Völklinger Hütte) wird zusammen mit Oberingenieur Koch tot im Werk aufgefunden: Die Umstände der Tat werden nie völlig aufgeklärt.

Stillegung der Hochöfen: Nur Reparaturbereich ist noch besetzt.
1945 Völklinger Hütte bleibt in den letzten Kriegsmonaten vor Zerstörungen weitgehend verschont (im Gegensatz zu anderen Saarhütten).
20.03.1945 Militärische Besetzung des Saarlandes durch amerikanische Truppen.
April 1945 Besetzung des Völklinger Werkes.
Mai 1945 Thomasmühle und Sauerstoffabrik nehmen Produktion wieder auf.
Juni 1945 Das Saarland wird französische Besatzungszone.

Errichtung einer Sequesterverwaltung über das Völklinger Werk. Verwalter wird Georges Thédrel. Mitglieder der Geschäftsleitung werden entlassen und ausgewiesen.
1946 Festnahme Hermann Röchlings durch US-Truppen. Inhaftierung in Nürnberg.

Erneute Inhaftierung Ernst Röchlings.
1947 Auslieferung Hermann Röchlings an französische Besatzungsmacht.

Wirtschaftlicher Anschluß des Saarlandes an Frankreich: Einführung des Francs (20:1).
16.02.1948 Eröffnung des Prozesses gegen Hermann Röchling, die Familienmitglieder Ernst Röchling und Hans-Lothar von Gemmingen sowie die Direktoren Albert Maier und Wilhelm Rodenhauser in Rastatt. Ihnen werden Kriegsverbrechen vorgeworfen.
25.01.1949 Urteilsverkündung des Berufungsgerichtes (1. Urteil vom 02.07.1948): Hermann Röchling, Ernst Röchling und von Gemmingen werden zu Gefängnisstrafen verurteilt. Zudem Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte und Beschlagnahmung des gesamten Privatvermögens. Maier wird freigesprochen, Rodenhauser erhält ebenfalls eine Gefängnisstrafe.

Damit fallen 10 % der Anteile der Völklinger Hütte an Frankreich.
ab 1949 Frankreich will Rückkehr der Familie Röchling nur dann zustimmen, wenn diese sich mit Minderheitsbeteiligung zufrieden geben.

Rechtslage sowie weitere Pläne der französischen Regierung bleiben unklar.
ab 1950 Familie um Klärung der Situation bemüht. Aufnahme von Verhandlungen mit Kaufinteressenten. Erfolg scheitert am Majoritätsanspruch Frankreichs.
18.04.1951 Gründung der Montanunion: Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Der Organisation wird die deutsch-französische Produktion auf dem Kohle- und Stahlsektor unterstellt.
18.08.1951 Begnadigung Ernst und Hermann Röchlings.
1952 Produktionskapazität der Vorkriegszeit (1938) wird wieder erreicht.
13.03.1953 Verleihung des Siemens-Ringes an Hermann Röchling, der höchsten deutschen Auszeichnung für Verdienste auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technik.
23.10.1954 Saarstatut: Saarland soll die Keimzelle der Europäischen Gemeinschaft werden.

Aufhebung der Sequesterverwaltungen bis zur Volksabstimmung. Ausnahme: Völklinger Hütte bleibt unter Fremdverwaltung.
Frühjahr 1955 Röchling-Frage wird zum Politikum: Haltung der französischen Regierung versteift sich.

Adenauer bittet Familie Röchling im Hinblick auf den deutsch-französischen Ausgleich um Einlenken.

Unterzeichnung eines Optionsvertrages: Französische Regierung und Bundesregierung besitzen Option für den Erwerb je einer Hälfte der Völklinger Hütte.

Familie erwirbt ein kleines Aktienpaket an der Rheinmetall AG Berlin. Bis 1959 Erhöhung des Anteils auf 75 %.
24.08.1955 Hermann Röchling stirbt in Mannheim. Er konnte nach Ende des Krieges nicht mehr in seine Heimat zurückkehren.
23.10.1955 Saarreferendum: 67,7 % entscheiden sich gegen das Saarstatut.
April 1956 Familie erklärt die Optionserklärung für hinfällig.
27.10.1956 Luxemburger Vertrag: Frankreich stimmt aufgrund des Ergebnisses der Volksabstimmung der Rückgliederung des Saarlandes zum 01.01.1957 zu.
14.11.1956 Ernst Röchling und Freiherr von Gemmingen-Hornberg erzielen grundsätzliches Einverständnis mit der französischen Regierung über die Aufhebung der Sequesterverwaltung und der Rückgabe der Hütte an die Familie.

Frankreich erhält 3 Milliarden Francs (rund 36 Millionen DM) Entschädigung für die im Werk belassenen Produktionsanlagen.
28.11.1956 Aufhebung der Sequesterverwaltung: „Friedensschluß zwischen Frankreich und Röchling” lautet das Schlagwort der kommenden Jahre.

Der Sequesterverwalter Georges Thédrel übergibt die Leitung des Unternehmens wieder der Familie Röchling.
1957 Rückgliederung des Saarlandes.

Inbetriebnahme der Feineisenstraße im Nauweiler Gewann am 29.05.
1958 Einrichtung eines neuen Fertigungsbetriebes in Busendorf: „Atelier de Bouzonville”. Herstellung von Röchling-Chevron-Schlitzwinkel und Omnia-Leichtbauträger.
05./06.07.1959 Wirtschaftlicher Anschluss des Saarlandes an die Bundesrepublik und Einführung der DM als Zahlungsmittel.
1961–1968 Realisierung eines bereits 1959 entworfenen Generalplanes zum Ausbau und zur Modernisierung der Völklinger Hütte: Der Kern des Planes zielt auf die Erweiterung bzw. Weiterentwicklung der Edelstahlfertigung und -weiterverarbeitung ab und beinhaltet zahlreiche Neubaumaßnahmen:
• Schmiede mit 4000-t-Presse und Schmiedemaschine
• Vacuum-Lichtbogenofen
• Vacuum-Induktionsofen
• 100-t-Elektroofen (Ersatz SM-Stahlwerk)
• ESU-Anlage
• Edelstahl-Stranggußanlage (4-strängig)
• Vertikalvergüterei
• Horizontalvergüterei
• Edelstahlbearbeitungswerkstatt
• Kaltprofilierung in Fenne
• Federnfabrik im Alten Brühl

Diese Maßnahmen resultieren aus einer geänderten Situation am Markt: Edelstahl wird immer mehr nachgefragt und die vorhandenen Produktionsanlagen können den Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Auf lange Sicht gesehen ist die Existenz des Unternehmens bei einer Konzentration auf Massenstahlproduktion nicht mehr zu gewährleisten. Die genannten Maßnahmen erfüllen die Erwartungen der Unternehmensleitung und sichern dem Werk auf dem Edelstahlsektor wieder einen hohen Marktanteil, der sogar etwas über dem der Vorkriegsjahre liegt.

Zwei weitere große Neubauprojekte sind:
• DH-Entgasungsanlage
• Mitteleisenstraße im Nauweiler Gewann

Darüber hinaus zeigt sich die Notwendigkeit , andere Betriebsbereiche zu modernisieren bzw. auszubauen, um die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens zu stärken:
• Drahtstraße im Nauweiler Gewann
• Trägerstraße 06
• Einführung der Querstrom-Kalkbrennöfen (System Dr. Heiligenstadt)
• Zementfabrik (Homogenisier- und Verladesilos)

1961 Neben der Umstrukturierung der Produktion vollzog sich gleichzeitig eine Neuordnung der Verwaltung und eine Dezentralisation des Familienbesitzes: Übertragung der Beteiligung an der „Rheinmetall AG” und der „Röchling-Buderus AG Wetzlar” auf die neu gegründete "Industriegesellschaft Röchling".
1963 Gründung der „Ernst-Röchling-Stiftung”" anlässlich seines 75. Geburtstages: Wissenschaftliche Forschungen an der Universität des Saarlandes zur Förderung der deutsch-französischen Verständigung.
24.01.1964 Ernst Röchling stirbt in Düsseldorf.
1965 Veräußerung des Anteils am Wetzlarer Edelstahlwerk: Röchling'sche Stahl GmbH geht in Buderus-Besitz über.

Gründung der „Röchling-Saarstahl GmbH” als Verkaufsorganisation für die Völklinger Produkte.
Dezember 1967 Dr. Hermann Röchling tritt aus gesundheitlichen Gründen von der Unternehmensleitung zurück.

Geschäftsführer wird Dr. Hans-Werner Osthoff. Damit liegt zum ersten Mal die Firmenleitung nicht in den Händen eines Familienmitgliedes.
1969 Die Einführung einer neuen Werkstoffnorm, nach der Träger stickstoffarm sein müssen, erfordert die Abkehr vom Thomasstahlverfahren: Weiterentwicklung des ursprünglich bei der Maxhütte entwickelten OBM-Verfahrens zur Stahlerzeugung bis zur Produktionsreife. Der erste OBM-Konverter nimmt seinen Dienst in Völklingen auf.

Belegschaft erreicht die Rekordhöhe von 17.000 Beschäftigten.

Abschluss des Hüttenvertrages: Die deutsche Eisen- und Stahlindustrie bezieht nur noch heimische Kokskohle.

02.07.1970 ARBED und die Völklinger Hütte gründen die „Arbeitsgemeinschaft Drahtstraßenbau”" zum Bau der Drahtstraße 11 in Burbach.
01.07.1971 Fusion der Völklinger Hütte RESW mit der Burbacher Hütte der Luxemburger ARBED zur „Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH” rückwirkend zum 01.01.1971:
• Anteilseigner zu je 50 %: Industrieverwaltung Röchling und ARBED
• An beiden Standorten bleiben die integrierten Hüttenwerke erhalten
• Familie Röchling zieht sich aus der Stahlindustrie an der Saar zurück
1972 Im Werk Burbach wird ein anderes Stahlerzeugungsverfahren eingeführt: Umstellen vom Thomas- auf das LD/AC-Verfahren. Daneben kommt hier modernste Umwelttechnik zum Einsatz: Entstaubung mittels einer „Naß-Elektrofilter-Anlage”.

Schließung des Blechwalzwerkes Hostenbach am 30.06. Übernahme der Belegschaft durch die „Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH”.
Mai 1973 Inbetriebnahme der (Walz-)Drahtstraße 11 im Werk Burbach: Es handelt sich um eine vieradrige Drahtstraße, die als eine der größten und modernsten der Welt bezeichnet wird.

Für diese neue Anlage waren Investitionen in Höhe von 150 Mio. DM nötig. Die jährliche Kapazität beträgt rund 1.000.000 t.
1974 Deutsche Stahlwirtschaft verzeichnet Produktionsrekord.
1975 Beginn der Stahlkrise.
1977 Stahlkrise führt zu einem Defizit von 212 Mio. DM bei den Stahlwerken Röchling-Burbach. Die Folgen:
• Der Konkurs droht
• Abbau von 1.300 Beschäftigten
• Stillegung verschiedener Produktionsanlagen, u.a. die Walz-Torstahl-Stabverwindung
  in Völklingen und die Walzstraßen 16/17 und 19 in Burbach
• Stillegung der Flüssigphase in Burbach am 31.12.1977
    18.12.1978 Verabschiedung eines Restrukturierungsprogramms durch die Geschäftsleitungen der „Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH” und der „Neunkircher Eisenwerk AG" unter Mitwirkung von Bund, Land und Gewerkschaften. U.a. werden folgende Maßnahmen beschlossen:
    • Übernahme der Anteile der Industrieverwaltung Röchling an der "Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH" durch ARBED S.A. bis auf einen Rest von 2,1 %. ARBED S.A. wird damit praktisch Alleingesellschafter
    • Übertragung des 97 %igen ARBED-Anteils an der "Neunkircher Eisenwerk AG" auf die "Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH". Das Neunkircher Eisenwerk wird damit eine Tochtergesellschaft von Röchling-Burbach, bleibt aber ein rechtlich selbständiges Unternehmen
    • Übertragung der 32,4 %igen Beteiligung der "Neunkircher Eisenwerk AG" an der "AG der Dillinger Hüttenwerke" auf die "Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH"
    • Stufenweiser Ersatz der OBM-Stahlwerke (Oxygen-Bodenblasen-Maxhütte) Völklingen und Neunkirchen sowie des SM-Stahlwerkes (Siemens-Martin) in Völklingen durch ein neues Blasstahlwerk mit Stranggußanlagen in Völklingen bis zum Jahre 1982/83 bei gleichzeitiger Umstrukturierung in Richtung mehr Qualitäts- und Edelstähle
    • Konzentration der Walzfertigerzeugung auf die leistungsfähigen Walzenstraßen/Spezialproduktstraßen im Rahmen eines umfassenden Programmaustausches und einer Programmbereinigung zwischen allen ARBED-Unternehmen
    Zwischen ARBED Luxemburg und die saarländischen Langproduktehersteller wird die "ARBED-Finanz Deutschland GmbH" (AFDG) geschaltet, die als 100 %ige ARBED-Tochtergesellschaft alle Anteile der zum ARBED-Konzern gehörenden und in der Bundesrepublik gelegenen Unternehmen hält
    1980 Inbetriebnahme der ersten Baustufe (2 Konverter, 2 Stranggießanlagen) des neuen Blasstahlwerkes in Völklingen am 15.12.: Anwendung modernster Technologie.

    Stillegung des SM-Stahlwerkes in Völklingen.

    Die europäische Stahlindustrie verzeichnet erhebliche Absatzeinbußen bei gleichzeitig gravierenden Erlösrückgängen. EG legt Produktionsquoten und Mindestpreise fest.
    1981 Die Markt- und Quotensituation verschlechtert sich weiterhin. Eine erste Anpassung des Restrukturierungsprogramms wird erforderlich:
    • Übernahme des Werkes durch den Luxemburgischen Konzern ARBED S.A.
    • Neuordnung der Weiterverarbeitungsaktivitäten von ARBED in der Bundesrepublik: Reduzierung des 32,4 %igen Anteils der „Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH” an der „AG der Dillinger Hüttenwerke” auf 10 %
    • „Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH” und „AG der Dillinger Hüttenwerke” gründen die gemeinsame Roheisengesellschaft „ROGESA” und in Zusammenarbeit mit der „Saarbergwerke AG” die „Zentralkokerei Saar GmbH” (ZKS)
    • Am 31. Dezember wird in Neunkirchen der erste Hochofen (V) stillgelegt
    Mitte 1982 Erneute Anpassung des Restrukturierungsprogramms aufgrund der sich verschlechternden Absatz- und Erlössituation.

    Fusion der „Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH” mit der „Neunkircher Eisenwerk AG”" zu „ARBED-SAARSTAHL GmbH” zum 01.07.1982.

    Inbetriebnahme der zweiten Baustufe des neuen Blasstahlwerkes in Völklingen (zwei weitere Stranggießanlagen, ein weiterer Konverter).

    Stillegung der Flüssigphase in Neunkirchen am 29. Juli. Das Stahlwerk und die Straßen erster Hitze stellen am gleichen Tag die Produktion ein. Die Kokerei folgt am 31. des Monats. Die Feinstahlstraße und die Drahtstraße produzieren weiter.

    Zwischenbilanz der Neuordnung:
    • Drei voll integrierte Hüttenwerke werden zu einem zusammengefaßt
    • Aus sieben Stahlwerken an drei Standorten werden zwei Stahlwerke an einem
    • Von ursprünglich 21 sind noch 8 Walzenstraßen in Betrieb
    • Kapazitätsabbau um fast 40 %
    1983 Wiederholte Finanzhilfen von Bund und Land verhindern einen Zusammenbruch. Über den mit 312 Mio. DM bewilligten Finanzierungsrahmen hinaus werden 180 Mio. DM zusätzlich benötigt.

    Durchführung unternehmensübergreifender Kooperationsmaßnahmen: Vereinbarungen mit der Peine-Salzgitter AG und der Hoesch Werke AG regeln den Tausch von Produktions- und Lieferquoten zur besseren Auslastung der Produktionsanlagen.
    1984 Anpassungsprogramm 1984 - 1986 mit einer Beschleunigung der Rationalisierung und der Personalanpassung. Kapazitätsabbau von fast 30 %. Stillegung des Edelstahlwalzwerkes in Völklingen.

    Vorantreiben der Produktionsumstrukturierung:

    • Ab November 100% Strangguss-Fertigung im LD-Stahlwerk
    • Inbetriebnahme der Zentralkokerei in Dillingen


    Optionsvertrag zwischen Bund, Land und ARBED: ARBED verpflichtet sich, bis zu 76 % der Anteile am Stammkapital der „ARBED-SAARSTAHL GmbH” an einen gemeinsam von Bund und Land zu benennenden Dritten zu übertragen.

    1985 Sanierungsgutachten von "Roland Berger & Partner GmbH" (München) fordert weiteren Personalabbau. Nachweis der Überlebensfähigkeit des Unternehmens wird erbracht.

    „ROGESA” nimmt am 17. Dezember Großraum-Hochofen („Hochofen V”) in Betrieb.

    Entwicklung eines neuen Sanierungskonzeptes durch Land, Bund, Banken, Arbeitnehmerseite und ARBED Luxemburg.
    15.05.1986 Erster Schritt zur Umsetzung des Konzeptes: Ziehung der Option. Übertragung der Anteile auf den früheren saarländischen Wirtschaftsminister Dr. Schäfer.

    Abschluß eines Treuhandvertrages zwischen Herrn Dr. Schäfer als Treuhänder und dem Land als Treugeber.
    Juni 1986 Weitere Umsetzung des Sanierungskonzeptes:
    • Geschäftsführung wird Dillinger Hütte übertragen. Vereinbarung erfolgt mit der Vorgabe, 1987 320 Mio. DM einzusparen (150 Mio. allein im Personalbereich)
    • Umfirmierung in „Saarstahl Völklingen GmbH”
    • Vorbereitung einer gemeinsamen industriellen Lösung mit der „AG der Dillinger Hüttenwerke”
    Die Stahlkrise verschärft sich weiter. Weiterer Personalabbau auf 8.500 Beschäftigte.
    04.07.1986 Stillegung der veralteten Hochöfen, der Koksanlage und der Nebenbetriebe in Völklingen.
    05.01.1987 Gründung der Stahlstiftung: Saarländische Lösung zur Abwendung von sozialen Härten beim Personalabbau.

    Angestrebte Fusion mit der Dillinger Hütte entfällt aufgrund sich verschlechternder Marktbedingungen.
    1988 Konsolidierung wird konsequent weitergeführt.

    Die Lage auf dem Stahlmarkt entspannt sich. Saarstahl Völklingen kann am Aufschwung partizipieren.
    20.04.1989 Zusammenführung der „Saarstahl Völklingen GmbH” und der „AG der Dillinger Hüttenwerke” unter dem gemeinsamen Dach der Holding „DHS-Dillinger Hütte Saarstahl AG:
    • 70,0 % Usinor-Sacilor
    • 27,5 % Saarland
    • 2,5 % ARBED
    Holding hält als Tochtergesellschaften „SAARSTAHL Völklingen GmbH” zu 100 % und „AG der Dillinger Hüttenwerke” zu nahezu 100 %.
    10.05.1989 Gründung der Saarstahl AG als Nachfolgegesellschaft der „SAARSTAHL Völklingen GmbH”".
    1990 Beginn des sog. Fortschrittprogramms: Programm zur Verbesserung des Kosten-Leistungs-Verhältnisses.

    Diagnosephase im ersten Halbjahr: Achtköpfiges Team der Unternehmensberatung McKinsey stellt Einsparmöglichkeiten bis 300 Mio. DM fest. Das Programm umfasst alle Bereiche der Holding DHS mit Einsparungen/Modernisierungen in Verwaltung und Produktion.
    1991 Verschlechterung der Stahlmarktlage. Preisverfall durch Niedrigpreisimporte aus Osteuropa und Überkapazitäten bei Langprodukten sowie Flacherzeugnissen führen zu starken Umsatzeinbußen.
    1992 Die Krise in der europäischen Stahlindustrie spitzt sich seit Mitte des Jahres dramatisch zu: Rezession in Westeuropa, anhaltende Ostimporte und protektionistische Maßnahmen in den USA.
    01.01.1993 Neuordnung der Weiterverarbeitungssparte der „Saarstahl AG”". Die "Techno Saarstahl GmbH" wird mit der „Saarstahl AG” verschmolzen.

    Dezentralisierung: Aufteilung in fünf Betriebseinheiten:
    • Stahlversorgung und Walzenstraße Mitte
    • Neunkirchen
    • Schmiede
    • Burbach
    • Walzenstraße und Betriebe Nauweiler
    18.05.1993 Konkursantragsstellung des Vorstandes der Saarstahl AG wegen Zahlungsunfähigkeit.

    Herr Jean Lang, ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Saarstahl AG, wird zum Sequester bestellt.

    Das Gericht ordnet als Sicherungsmaßnahme die vorläufige Betriebsfortführung durch den Sequester an.
    31.07.1993 Eröffnung des Konkursverfahrens über das Vermögen der Saarstahl AG durch Beschluss des Amtsgerichtes Völklingen wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit.

    Zugleich werden die Herren Jean Lang und Hans Ringwald zu Konkursverwaltern bestellt.
    09.09.1993 Erste Gläubigerversammlung:
    Die vorläufige Fortführung des Unternehmens wird einstimmig beschlossen. Die Konkursverwalter werden einstimmig bestätigt.
    Januar 1994 Änderung der Eigentumsverhältnisse:
    • Abtrennung von der Holding DHS-Dillinger Hütte Saarstahl AG
    • Das Saarland übernimmt 100 % der Anteile der „Saarstahl AG i.K.
    März 1996 Neuregelung der Anteilsverhältnisse an der Holding „DHS - Dillinger Hütte Saarstahl AG” (außergerichtlicher Vergleich):
    • 48,75 % Usinor-Sacilor (vormals 70 %)
    •  2,50 % ARBED (gleichbleibend)
    • 33,75 % Saarstahl (vormals 0 %)
    • 15,00 % Saarland (vormals 27,5 %)
    Die Saarstahl und das Saarland halten zusammen 48,75 %, ebensoviel wie Usinor-Sacilor.
    18.07.1996 Prüfungstermin der Gläubigerforderungen:

    Die Forderungen der insgesamt 2.148 Gläubiger *) belaufen sich auf 6,8 Mrd. DM

    *) Bemerkung: Mehrere Tausend abgetretene oder übergegangene Arbeitnehmerforderungen sind hier nur einfach beim jeweiligen Forderungsinhaber erfasst (z.B. PSVaG, Arbeitsverwaltung)
    12.12.1996 Der Aufsichtsrat der „Saarstahl AG i.K.” stimmt einer neuen Eigentümerstruktur zu:
    • 19,9 % AG der Dillinger Hüttenwerke
    • 20,0 % Kreditanstalt für Wiederaufbau
    • 28,1 % Saarstahl Treuhand GmbH
    • 32,0 % der Anteile verbleiben bei der landeseigenen Saarstahl Holding GmbH (31,9 %) und der Saarländischen Investitionskreditbank AG (0,1 %)
    Die Gesellschafter der Saarstahl Treuhand GmbH sind die Herren Jean Lang, Hans Ringwald und Albrecht Herold.

    Die Treuhänder handeln im Interesse der Gesamtgläubigerschaft, die durch ihren Finanzierungsbeitrag einen Zwangsvergleich zu ermöglichen versucht.
    12.12.1997 Die Aktionäre, einschließlich der Saarstahl Treuhand GmbH, billigen in einer außerordentlichen Hauptversammlung den Zwangsvergleichsvorschlag des Vorstandes:
    • Auf die am Zwangsvergleich teilnehmenden Forderungen wird eine Quote
      von 10 % unter Verzicht auf den Rest gezahlt.
    • Die Finanzierung des Zwangsvergleichs in Höhe von ca. 120 Mio. DM erfolgt durch die Aktionäre entsprechend ihrem Anteil am Aktienkapital.
    In der Aufsichtsratsitzung wird die Übertragung der Saarstahl-Anteile der Saarstahl Holding GmbH und der Saarländischen Investitionskreditbank AG auf das Saarland beschlossen.

    Die Eigentümerstruktur stellt sich wie folgt dar:
    • 19,9 % AG der Dillinger Hüttenwerke
    • 20,0 % Kreditanstalt für Wiederaufbau
    • 28,1 % Saarstahl Treuhand GmbH
    • 32,0 % Saarland
    29.12.1997 Die Gläubigerversammlung nimmt den Zwangsvergleichsvorschlag mit großer Mehrheit
    (99,99 % der Kopfstimmen; 98,06 % der Forderungssummen) an.
    30.12.1997 Das Konkursgericht bestätigt den Zwangsvergleich.
    01.12.1998 Die Saarstahl-Anteile der Kreditanstalt für Wiederaufbau (20 %) werden auf die Saarstahl Treuhand GmbH übertragen.

    Neue Eigentümerstruktur:
    • 48,1 % Saarstahl Treuhand GmbH
    • 32,0 % Saarland
    • 19,9 % AG der Dillinger Hüttenwerke
    15.10.1999 Die AG der Dillinger Hüttenwerke erwirbt von den Anteilen des Saarlandes weitere
    5,2 % der Anteile der Saarstahl AG.

    Neue Eigentümerstruktur:
    • 48,1 % Saarstahl Treuhand GmbH
    • 26,8 % Saarland
    • 25,1 % AG der Dillinger Hüttenwerke
    30.10.1999 Die letzte Rate des vereinbarten Zwangsvergleiches wird an die Gläubiger überwiesen. Damit wurde die im Zwangsvergleich vom Dezember 1997 vereinbarte Zahlung der Quote erfüllt.

    Die Rechte der Konkursverwalter und des Gläubigerausschusses bestehen fort.
    30.05.2001 Die Aufsichtsräte der Dillinger Hütte und der Saarstahl AG haben in ihren Sitzungen der Gründung einer gemeinsamen Stiftung im Sinne der sogenannten Hüttenlösung zugestimmt.

    Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG stimmt einstimmig der Übertragung der vom Saarland (26,8 %) und der Saarstahl Treuhand GmbH (48,1 %) gehaltenen Aktien auf die noch zu gründende KGaA unter dem Arbeitstitel: "SHS-Struktur-Holding Stahl" zu.

    Die KGaA wird dann als reine Beteiligungsgesellschaft 74,9 % der Aktien an SAG halten.

    Die Gesellschaftsanteile an der Komplementär-GmbH und die Kommandit-Aktien sollen der "Montan-Stiftung-Saar" zugewendet werden.
    26.09.2001 Die Aufsichtsräte der AG der Dillinger Hüttenwerke und der Saarstahl AG haben in ihren Sitzungen die saarländische Hüttenlösung als Basis für die zukünftige Zusammenarbeit der beiden Unternehmen zur Sicherung des Stahlstandortes Saar bestätigt.
    16.10.2001 Das Kabinett der saarländischen Landesregierung hat den Verkauf der Landesanteile in Höhe von 26,8 % an der Saarstahl AG und 15 % an der DHS-Dillinger Hütte Saarstahl AG an die Struktur-Holding-Stahl GmbH & Co KG a.A. beschlossen. Die weitere Umsetzung der Hüttenlösung wird damit ermöglicht.
    23.10.2001 Der saarländische Landtag hat dem Verkauf der Landesanteile in Höhe von 26,8 % an der Saarstahl AG an die Struktur-Holding-Stahl GmbH & Co KG a.A. zugestimmt.
    05.11.2001 Die Saarstahl Treuhand GmbH hat der Übertragung von 48,1 % der Anteile an der Saarstahl AG an die Struktur-Holding-Stahl GmbH & Co KG a.A. zugestimmt.
    26.11.2001 Die Schlussrechnungslegung der Konkursverwalter wird durch das Konkursgericht des Amtsgerichtes Völklingen abgenommen.
    28.11.2001 Herr Richter Grünert, Konkursgericht Völklingen, hat das Konkursverfahren über das Vermögen der Saarstahl AG aufgehoben.

    Der Aufhebungsbeschluss wird am 11.12.2001 rechtskräftig.
    11.12.2001 Der Aufhebungsbeschluss ist rechtskräftig.

    Die Aktionäre der Saarstahl AG haben in ihrer außerordentlichen Hauptversammlung einstimmig die Fortführung des Unternehmens beschlossen.

    Der Aufsichtsrat beschließt die Investition einer neuen Stranggießanlage. Diese Maßnahme stellt mit ihrem technologischen und metallurgischen Anspruch sowie einem Investitionsvolumen von 77 Mio. Euro einen der wichtigsten Beiträge zur Zukunftssicherung der Saarstahl AG bei. Die Inbetriebnahme der S 0 ist für 2004 vorgesehen.

    28.01.2002 Das Walzwerk in Burbach erhält als erster Standort der Saarstahl AG das Umwelt-Zertifikat nach DIN EN ISO 14001 und bestätigt damit die Erfüllung der höchsten anerkannten Forderungen an ein Umweltmanagementsystem.
    28.03.2002 Umsetzung der sogenannten Hüttenlösung

    Neue Eigentümerstruktur:
    • 74,9 % Struktur-Holding-Stahl GmbH & Co KG a.A.
    • 25,1 % AG der Dillinger Hüttenwerke
    01.07.2002 Mit Henner Wittling wird der Vorstand der Saarstahl AG erweitert. Er nimmt neben Hans-Günter Herfurth (Vorsitzender), Dr. Klaus Harste (Technik) und Claude Kintz (Vertrieb) die Funktion des Arbeitsdirektors ein.
    Sommer 2002 In einer siebenwöchigen Umbauzeit wird die Saarschmiede modernisiert. Im Rahmen der Arbeiten wird eine der weltweit modernsten Schmiedepressen (85MN) inklusive leistungsfähigem Manipulator (200 mt) installiert. Die Investitionssumme beläuft sich auf 12 Mio. Euro. Die Inbetriebnahme erfolgt im September.
    01.09.2002 Die Saarstahl AG führt ein neues Corporate Design ein. Im Mittelpunkt des überarbeiteten Unternehmensauftritts steht ein modernes Logo in den Farben orange und graphit.
    26.09.2002 Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG beschließt für die Standorte Burbach und Neunkirchen Investitionsmaßnahmen in Höhe von 22 Mio. Euro. Für das Werk Neunkirchen wird ein neuer Hubbalkenofen genehmigt, der Hubbalkenofen in Burbach wird modernisiert,
    12.12.2002 Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG bestellt darüber hinaus Hans-Günter Herfurth für weitere zwei Jahre bis zum 31.12.2004 zum Vorsitzenden des Vorstandes der Saarstahl AG.

    Mit dem Beschluss des Aufsichtsrates, Investitionen im Bereich der Walzwerke Völklingen durchzuführen, setzt die Saarstahl AG den Prozess der Modernisierung und Stärkung aller Standorte konsequent fort.

    12.03.2003 Im Bereich der schweren Drehmaschinen der Edelstahlbearbeitungswerkstatt (EBW) der Saarschmiede wird eine leistungsfähige CNC-Großdrehmaschine installiert. Damit steht der EBW ein modernes Aggregat zum Vor- und Fertigdrehen zur Verfügung. Das Investitionsvolumen beträgt 1,2 Mio. Euro.
    15.05.2003 In der Edelstahlbearbeitungswerkstatt der Saarschmiede wird eine neue Bandsägemaschine in Betrieb genommen. Sie ist nach den neusten technologischen Gesichtspunkten konstruiert und stellt einen wesentlichen Baustein in der strategischen Planung der vorgesehenen Produktionssteigerung der Saarschmiede dar. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf etwa 0,4 Mio. Euro.
    14.06.2003 Die Saarstahl AG ehrt mit einer großen Feier die Jubilare des Jahres 2002. Zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens findet eine gemeinsame Jubilarfeier der Saarstahl-Standorte Völklingen, Burbach und Neunkirchen sowie der Tochtergesellschaften Burbacher Stahl- und Waggonbau, Metallurgische Gesellschaft Saar und Saar-Bandstahl statt. Geehrt werden insgesamt 152 verdiente Mitarbeiter für 25, 35, 45 und 50 Dienstjahre.
    25.09.2003 Der Aufsichtsrat beschließt für die Betriebseinheit Walzwerke Völklingen die Investition eines neuen Hubbalkenofens von 27 Mio. Euro.
    Vorteile des neuen Ofens: Erhöhung der Qualität und Produktivität bei gleichzeitiger Reduzierung der Brennstoffkosten und Einhaltung der gestiegenen Umweltschutzauflagen.
    09.12.2003 Das neue Corporate Design wurde im Rahmen des Saarländischen Staatspreises für Design 2003 ausgezeichnet.
    In der Laudatio der Jury wurde betont, dass die Saarstahl AG mit ihrem neuen Erscheinungsbild ein überzeugendes Abbild ihrer Produkte und Dienstleistungen geschaffen sowie die Kompetenz des Unternehmens visualisiert hat.
    17.12.2003 Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 17.12.2003 Herrn Dr. Michael Hanisch (53) ab 01.06.2004 zum Vorstandsmitglied und Vorsitzenden des Vorstandes der Saarstahl AG bestellt.
    12.03.2004 Die neue sechsadrige Stranggießanlage mit der Kurzbezeichnung S0 ist – wie vorgesehen – 2004 in Betrieb gegangen. Mit der S0 können Knüppel im Format 150 x 150 mm mit 8,5 bis 15,5 m Länge und 180 x 180 mm mit 6,0 bis 13,0 m Länge hergestellt werden.
    Diese Anlage ist die modernste ihrer Art und stellt mit einigen zusätzlichen Merkmalen die Spitze heutiger Stranggießtechnologie dar.
    29.09.2004 Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 23.09.2004 eine Großinvestition für die Feinstahlstraße des Werkes in Neunkirchen genehmigt. Es wurde beschlossen, ein neues Präzisionswalzgerüst zu bauen.
    Das Investitionsvolumen beträgt rd. 11 Mio. €.
    27.10.2004 Am 27.10.2004 wurde bei der Metallurgische Gesellschaft Saar GmbH (MGS), einer Tochtergesellschaft der Saarstahl AG, eine neue Brennschneideanlage offiziell in Betrieb genommen. Sie ist gemäß den neuesten Umweltschutzrichtlinien hinsichtlich Lärm- und Emissionen aufgebaut.
    Das Investitionsvolumen betrug insgesamt 2 Millionen Euro.
    23.03.2005 Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 23.03.2005 Herrn Claude Kintz (62) zum Vorsitzenden des Vorstandes der Saarstahl AG bestellt.
    19.05.2005 Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 19.05.2005 Investitionsmaßnahmen mit einem Volumen von 27,8 Millionen Euro für die Walzstraße am Standort Burbach und 2,7 Millionen Euro für die Drahtstraße in Neunkirchen beschlossen.

    Im Werk Burbach werden neue Vorblöcke in die 4-adrige Walzstraße eingebunden und die Antriebs- und Regelungstechnik erneuert.

    Am Standort Neunkirchen wird im Bereich der Adjustage der Drahtstraße die Trimmstation verlegt und ein neuer Bundwendewagen errichtet. Zusätzlich werden die Materialflussverfolgung mit einer teilautomatisierten Proben- und Walzdrahtetikettierung modernisiert sowie die Arbeitsbedingungen für die Belegschaftsmitglieder weiter verbessert.
    25.05.2005 Die Saarstahl AG hat für sämtliche Produktionsbereiche ein Umweltmanagementsystem eingeführt, das durch den TÜV CERT, der Zertifizierungsstelle des TÜV Saarland, geprüft wurde. Am 25.05.2005 wurde das Umweltzertifikat als erfolgreicher Abschluss der Überprüfung der Saarstahl AG übergeben.
    Mit der Einführung eines Umweltmanagementsystems für alle Betriebsbereiche nach der DIN EN ISO 14001 erfüllt das Unternehmen die hohen international anerkannten Forderungen dieser Norm.
    08.06.2005 Die BHSW, Burbacher Stahl- und Waggonbau GmbH, eine Tochtergesellschaft der Saarstahl AG, hat nach erfolgreicher Auditierung durch den DVS Cert die Qualitätszertifikate nach DIN EN ISO 9001 und nach der Schweißnorm DIN EN 729-2 erhalten.
    06.07.2005 Die Saarstahl AG hat am 06.07.2005 von der Robert Bosch GmbH den weltweit ausgeschriebenen Lieferantenpreis, den Bosch Supplier Award 2005, erhalten. Mit diesem Preis würdigt die Robert Bosch GmbH die besonderen Leistungen ihrer Lieferanten in den Jahren 2003 und 2004 hinsichtlich Qualität, Kosten und Lieferzuverlässigkeit.

    Bosch hat die Saarstahl AG damit zum zweiten Mal mit dem Lieferanten-Preis ausgezeichnet. Darüber hinaus ist die Saarstahl AG nach wie vor das einzige Stahlunternehmen mit den Produktbereichen Stab und Draht (Langprodukte), das einschließlich seiner Weiterverarbeitungsbereiche bisher mit dem Bosch Supplier Award prämiert wurde.
    28.09.2005 Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat am 28.09.2005 Investitionen für die Saarstahl-Standorte Völklingen und Neunkirchen von insgesamt 36,45 Millionen Euro beschlossen.

    In Völklingen soll ein neuer Gasometer zur Nutzung des im Blasstahlwerk anfallenden Konvertergases sowie eine neue 25-Tonnen-Kesselanlage zur umweltgerechten Erzeugung von Kraft- und Heizdampf errichtet werden. Darüber hinaus ist im Bereich der Walzwerke Völklingen eine neue Induktions-Vergütungsanlage vorgesehen.

    Am Standort in Neunkirchen wird die zentrale Halbzeugvorbereitung erneuert. Gleichzeitig wird der Fertigungsbereich den gestiegenen Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen angepasst sowie auf eine erhöhte Leistung ausgerichtet.
    09.12.2005 In seiner Sitzung vom 09.12.2005 hat der Aufsichtsrat der Saarstahl AG Investitionen für den Saarstahl-Standort Völklingen in Höhe von 18,7 Millionen Euro beschlossen.

    Im Bereich der Walzwerke Völklingen wird die Adjustage des Walzwerks Nauweiler grundlegend erneuert.

    Im Bereich des LD-Stahlwerks in Völklingen ist die Erneuerung der Betriebs- und Prozess-Steuerung im Produktionsbereich Schmelzbetrieb vorgesehen.
    09.12.2005 Die Aufsichtsräte der Dillinger Hütte und der Saarstahl AG haben für die gemeinsame Tochter Zentralkokerei Saar GmbH (ZKS), Dillingen, in ihren Sitzungen vom 09.12.2005 ein neues Konzept zur Sanierung der Zentralkokerei Saar GmbH in Höhe von über 200 Millionen € beschlossen.

    Das neue Sanierungskonzept sieht den Bau einer neuen dritten Batterie vor. Nach der Inbetriebnahme dieser Batterie wird die alte Batterie Nummer 1 abgeheizt und neu aufgebaut. Nach Abschluss dieses letzten Bauabschnittes wird die zweite alte Batterie stillgesetzt.

    Die Investition gewährleistet den neuesten Stand der Technik im Koksofenbau und im Umweltschutz und ist ein wichtiger Beitrag zur Standortsicherung der Stahlindustrie an der Saar.
    31.01.2006 Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 20.01.2006 beschlossen, in dem Insolvenzverfahren des Unternehmens Tréfileries de Conflandey S. A. ein Angebot zur Übernahme der Standorte Conflandey und Port d'Atelier abzugeben. Aufgrund gerichtlicher Entscheidung vom 31.01.2006 hat die Saarstahl AG den Zuschlag zur Übernahme zum 01.02.2006 erhalten.

    Die übernommenen Unternehmen mit rund 300 Mitarbeitern und den Produktionswerken in Ostfrankreich, gehörten zur Conflandey-Gruppe, die eine weltweit operierende Unternehmensgruppe mit dem Produktionsschwerpunkt Klammerdrähte sind.
    15.03.2006 In der Sitzung am 15.03.2006 hat der Aufsichtsrat der Saarstahl AG Herrn Dr. Klaus Harste für weitere 5 Jahre zum Mitglied des Vorstandes der Saarstahl AG wiederbestellt.
    20.09.2006 Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 20.09.2006 zusätzliche Investitionen für die Saarstahl-Tochtergesellschaft Saarschmiede GmbH Freiformschmiede am Standort Völklingen in Höhe von rund 35 Millionen Euro beschlossen.

    Im Einzelnen wird in folgende Anlagen investiert: 4.000 Tonnen Presse, schienengebundener Schmiedemanipulator, frei fahrbarer Schmiedemanipulator, mehrere Schmiede- und Vergüteöfen sowie Drehmaschinen und Krananlagen.
    30.09.2006 Mit Wirkung zum 30.09.2006 wurde das Walzwerk Mitte stillgelegt.

    Mit der Stilllegung endet auch die Geschichte zweier Dampfmaschinen, die seit rund hundert Jahren ihren Dienst taten. Die Walzenzugmaschine aus dem Baujahr 1891 wurde nach 106 Jahren mit einer elektronischen Steuerung ausgestattet. Die Zweite war seit 1910 im Originalzustand mit 14.100 PS in Betrieb.
    29.03.2007

    Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 29.03.2007 eine Investitionsmaßnahme am Saarstahl-Standort in Neunkirchen in Höhe von 40 Millionen Euro für ein neues Drahtzentrum beschlossen.

    Die Investition erfolgt in ein Servicezentrum für die Oberflächen- und Wärmebehandlung von Draht. Gleichzeitig wird ein Teilbereich der Weiterverarbeitung auf den neuesten technischen Stand gebracht und in Neunkirchen konzentriert sowie für vorgesehene Mengensteigerungen erweitert. Die Entscheidung für den Standort Neunkirchen soll die weitere Optimierung der logistischen Abläufe zwischen den Saarstahl-Standorten im Saarland begünstigen.

    Darüber hinaus wurde Herr Dr. Karlheinz Blessing mit Wirkung ab 01.07.2007 zum Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der Saarstahl AG bestellt.

    11.05.2007

    Am 11.05.2007 wurde in Völklingen, unmittelbar neben der Bundesstraße 51, feierlich eine Skulptur des Hamburger Künstlers und Dortmunder Professors HD (Hans Dieter) Schrader der Öffentlichkeit übergeben.

    Die Skulptur mit der Bezeichnung "Kubushochzeit" wurde im Auftrag der Saarstahl AG von HD Schrader entworfen. Seine Freiluftskulpturen aus Stahl, Holz und anderen Materialien sind weltweit vertreten. Die Saarstahl-Skulptur ist für den Künstler HD Schrader eine Premiere im Saarland. Sie markiert nunmehr den westlichen Eingang zur Stadt Völklingen, unmittelbar neben der Bundesstraße 51 und dem Torhaus 10, einem der zentralen Torhäuser der Saarstahl AG.

    Die Kubushochzeit besteht aus zwei durchsichtigen, eckigen, 15 und 13,5 Meter hohen Säulen, deren Kanten von H-förmigen Stahlträgern gebildet werden. Die Skulptur ist 25,5 Tonnen schwer und besteht aus insgesamt 125 Metern H-Profilen in der Abmessung 400 x 300 mm. Beide Kuben wachsen aus einem gemeinsamen Fundament "miteinander verschränkt" empor und neigen sich dabei leicht auseinander. "Die Neigungswinkel sind verschieden", erläuterte HD Schrader, "so dass mit der Bewegung des Betrachters auch die Skulptur sich zu bewegen scheint."

    Die Profile für dieses Kunstwerk wurden im Völklinger Walzwerk Mitte am 30.08.2006 gewalzt. Sie stammen aus der letzten Produktionsschicht für diese Abmessung. Mit dem Bau der Saarstahl-Skulptur soll einerseits an das Ende September 2006 stillgelegte Walzwerk Mitte auf eine wertvolle, künstlerische Weise erinnert werden. Andererseits wird der Eingang zur Stadt Völklingen aus der Fahrtrichtung von Bous mit einem signifikanten Zeichen aus Saar-Stahl versehen.

    Die Skulptur wurde von der Burbacher Saarstahl-Tochter BHSW auf Grundlage der Zeichnungen des Künstlers konstruiert und statisch berechnet. In den Werkstätten wurden die H-Profile passgenau zugeschnitten, zusammengefügt, verschweißt, lackiert und am Standort in Völklingen aufgestellt.

    Die offizielle Einweihung fand unter großer Beteiligung geladener Gäste und der interessierten Bevölkerung statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Vorstandes, Herrn Claude Kintz, folgte die Würdigung durch den Oberbürgermeister der Stadt Völklingen, Herrn Klaus Lorig, sowie die künstlerische Einführung durch den Leiter der Documenta 6 und 8, Herrn Prof. Dr. Manfred Schneckenburger.