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Stationen der Entwicklung des Völklinger Eisen- und Stahlwerkes
von den Anfängen bis zur Gegenwart |
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1873 |
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Gründung der „Völklinger Eisenhütte, Actien-Gesellschaft für Eisenindustrie“
(Puddelwerk) durch den rheinischen Hütteningenieur Julius Buch (Köln). |
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03.05.1879 |
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Entlassung aller Mitarbeiter und völlige Stillegung der Eisenhütte wegen Unrentabilität.
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Gründungsdatum
27.08.1881 |
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Kauf des stillgelegten Unternehmens durch die Gebrüder Röchling.
Gründung der „Völklinger Eisenwerk Gebrüder Röchling OHG“.
Karl Röchling übernimmt die Werksleitung.
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1881–1883 |
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Rascher Aufschwung der Hütte: V.a. die Produktion von Eisenträgern und -schwellen wirft gute Gewinne ab. Anstieg der Beschäftigten von ursprünglich 450 auf 1.150.
Errichtung des ersten Hochofens (damals der größte im Saarrevier).
Realisierung einer eigenen Roheisenversorgung durch den Erwerb von Minette-Erzfeldern im annektierten Lothringen. |
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ab 1885 |
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Kontinuierlicher Ausbau der Werksanlage. Errichtung von weiteren vier Hochöfen bis zum Jahr 1893. |
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1890 |
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Völklinger Hütte ist mit der Produktion von 70.164 t Trägern der größte Eisenträgerhersteller im Deutschen Reich. |
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1891 |
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Inbetriebnahme eines Thomasstahlwerkes.
Thomasstahlverfahren ermöglicht Herstellung von Stahl auf der Grundlage phosphorreicher Minetteerze. Stahlproduktion an der Saar wird zur Großindustrie.
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1892 |
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Erweiterung der Produktpalette um Oberbaumaterial, Stabeisen und Halbzeug (1904 tritt Draht dazu).
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1896 |
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Umwandlung der Gesellschaft in eine GmbH.
Gleichzeitig Namensänderung in „Röchling'sche Eisen und Stahlwerke GmbH“ (RESW). |
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1897 |
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Inbetriebnahme einer Kokerei auf dem Werksgelände
zur eigenen Herstellung von Hochofenkoks. |
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1898 |
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Bau der Carlshütte bei Diedenhofen
(Thionville) zur Roheisenerzeugung in unmittelbarer Nähe der
Erzvorkommen (Lothringen). |
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1900 |
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Errichtung des ersten Teils der Gasgebläsehalle: Antrieb der Gasgebläsemaschinen mit Gichtgas (Weltneuheit). Bis 1914 Ausbau der Anlage auf sechs Gebläsemaschinen. |
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1907–1908 |
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Entwicklung des Röchling-Rodenhauser
Drehstromofens: Beginn der Elektrostahlproduktion in Völklingen. |
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1909–1910 |
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Bau eines Edelstahlwalzwerkes. |
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1911 |
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Inbetriebnahme einer Thomasmühle:
Herstellung von Thomasmehl aus Schlacke. |
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August 1914 |
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Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges: Fast völliges
Erliegen der Produktion.
Umstellung der Anlagen auf Rüstungsmaterialien: Errichtung eines Presswerkes und einer Granatendreherei zur Herstellung von Grauguss- später von Stahlgranaten.
Große
Teile der Belegschaft werden zum Heeresdienst einberufen. Frauen und
Kriegsgefangene ersetzen z.T. die fehlenden Arbeiter. |
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1915 |
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Errichtung eines Siemens-Martin-Stahlwerkes
zur Herstellung von Kriegsgütern: Geschosse fast aller Kaliber,
Draht für Stacheldrahtfabrik, Infanterieschutzschilde,
Feldbahnschienen etc. |
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1916 |
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Ausbau der Elektroofenanlage: 80 - 90 %
des Materials für die Produktion deutscher Stahlhelme werden
produziert.
Erweiterung der Anlage um ein Hammerwerk und
eine Glüherei. |
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1916–1918 |
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Beträchtlicher Schaden durch
Fliegerangriffe: 328 mal wird Fliegeralarm ausgelöst. 236
Bomben fallen auf Völklingen und die Hütte. |
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Juni 1918 |
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Ernennung Hermann Röchlings zum preußischen
Kommerzienrat. |
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24.12.1919 |
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Ein französisches Gericht verurteilt
Robert und Hermann Röchling in Abwesenheit zu 10 Jahren
schweren Kerkers, u.a. wegen der Zerstörung französischer
Fabriken. |
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1920–1935 |
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Saarland steht unter Oberaufsicht des Völkerbundes. Einsetzen einer Saarregierung. Großer Einfluss Frankreichs dennoch spürbar: Gendarmerie und Militär werden nicht abgezogen. |
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1920 |
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Ratifizierung des Versailler Vertrages:
Verlust sämtlicher Besitzungen in Lothringen, u.a. die Carlshütte
in Diedenhofen und die Erzgruben in Algringen.
Gründung der Stahlwerke Röchling-Buderus in Wetzlar. Bau der Federnfabrik und der Drahtstraße. Hintergrund: Versailler Vertrag sah für 1925 die Herauslösung des Saargebietes aus dem deutschen Zollgebiet vor.
Optionsvertrag mit der Societé Lorraine Minière.
Die darin festgesetzten Bedingungen werden von französischer
Seite nie ganz erfüllt: Eine französische Beteiligung am
Firmenkapital wurde somit abgewendet. |
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Februar 1921 |
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Neuordnung des Firmenbesitzes. Ziel:
Abtrennung des Edelstahlbetriebes als eigenständige
Gesellschaft zum Schutz vor französischen Eingriffen.
Die „Röchling'sche Eisen- und Stahlwerke GmbH“ fungiert als Holdinggesellschaft für 2 Aktiengesellschaften
• „Stahlwerk Völklingen AG“ (ab 1922 "Röchling'sche Eisen- und Stahlwerke AG in Völklingen") • „Röchling Völklingen AG" (ab 1922 „Edelstahlwerk Röchling AG in Völklingen“)
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Februar 1921 |
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Gründung einer selbständigen
Verkaufsgesellschaft für Frankreich: „SAFFAS - Societé Anonyme Française des Forges et Aciéries de la Sarre“
(bis 1935 tätig). |
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1924 |
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Stillegung der Hütte für 50 Tage als Reaktion auf französische Repressalien
(immense Preisforderungen für Koks und Erze).
Umstellung des
Stammkapitals auf Französische Francs. |
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1925 |
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Der Verein Deutscher Eisenhüttenleute
verleiht Hermann Röchling die Carl Lueg Gedenkmedaille für
seine Leistungen auf dem Gebiet der Metallurgie des Eisens. |
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1927 |
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Inbetriebnahme einer Zementfabrik zur
Verarbeitung der Hochofenschlacke. |
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1928 |
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Die erschwerten Konkurrenzbedingungen nach dem Ende des Ersten Weltkriegs veranlassen einen technischen Innovationsschub. Ziel: Senkung des Erz- und Koksverbrauchs sowie die Steigerung der Hochofenleistung • Bau der ersten Groß-Sinteranlage Deutschlands in Völklingen • Völklingen treibt Weiterverarbeitung innerhalb des Werkes voran.
Ausbau des Edelstahlwerkes, der Federnfabrik und des Hammerwerkes;
Neueinrichtung einer Kaltwalzerei und Kaltzieherei
• Verwendung von Soda zur nachträglichen Entschwefelung des Roheisens
außerhalb des Hochofens
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1934 |
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Der Verein Deutscher Ingenieure verleiht Hermann Röchling
die Grashoff-Gedenkmünze. |
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März 1935 |
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Rückgliederung des Saargebietes ans
Deutsche Reich:
Übertragung des gesamten Vermögens
der Röchling'schen Eisen- und Stahlwerke AG und Edelstahlwerk Röchling
AG ohne Liquidation auf die Röchling'schen Eisen- und
Stahlwerke GmbH zum 31. Dezember 1935.
Rechtlich ist damit
der Vorkriegsstand wiederhergestellt. |
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bis 1939 |
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Die auf Autarkie ausgerichtete
Wirtschaftspolitik des NS-Staates führt zu Problemen bei der
Rohstoffversorgung. Innovationen sind erforderlich:
• Entwicklung neuer Techniken zur Aufbereitung und Verarbeitung eisenarmer
Doggererze
• Einführung des OM-Verfahrens: Verknappung der Manganerze damit kompensiert • Gewinnung von Vanadin aus Teilen der Schlacke
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01.09.1939 |
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Ausbruch des Zweiten Weltkrieges: Völklingen liegt in der„Roten Zone” (Streifen zwischen der französischen Grenze und der Hauptkampflinie des Westwalls): Zivilbevölkerung muß Gebiet räumen.
Stillegung der Hütte. |
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08.12.1939 |
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Erster Hochofen wieder angeblasen. Der zweite
folgt 14 Tage später. Der dritte im April, der vierte im August
und der fünfte im Oktober 1940.
Umstellen der
Produktion auf Kriegsmaterialien. |
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März 1940 |
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Wiederinbetriebnahme des Thomasstahlwerkes. |
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01.07.1940 |
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Ernennung Hermann Röchlings zum „Generalbeauftragten für Eisen und Stahl für die Gebiete Lothringen und Meurthe-de-Moselle, ausgenommen Longery” für den Vierjahresplan.
Ab Januar 1941 auf Meurthe-de-Moselle
beschränkt. |
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1941 |
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Hermann Röchling wird in den
Verwaltungsrat der Reichsbank berufen. |
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1942 |
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Hermann Röchling gehört zum Führungsstab
der deutschen Kriegswirtschaft. Er ist u.a.
• Mitglied des Rüstungsrates
• Vorsitzender der Reichsvereinigung Eisen und Stahl
• Leiter der Wirtschaftsgruppe Eisenschaffende Industrie
• Reichsbeauftragter für Eisen und Stahl in den besetzten Gebieten
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12.11.1942 |
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Hermann Röchling feiert seinen 70.
Geburtstag.
Der VdEH ernennt ihn zu seinem Ehrenmitglied. |
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Juli 1944 |
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Verhaftung Ernst Röchlings nach
gescheitertem Hitlerattentat wegen Verschwörung gegen den
Staat.
Inhaftierung im Zuchthaus Brandenburg bis zum Januar 1945
(Befreiung durch amerikanische Truppen). |
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Herbst 1944 |
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Näherrücken der Front: Drosselung der Produktion.
Notbelegschaft von 200 - 300 Arbeitern. |
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Dezember 1944 |
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Karl Theodor Röchling (Leiter der Völklinger
Hütte) wird zusammen mit Oberingenieur Koch tot im Werk
aufgefunden: Die Umstände der Tat werden nie völlig
aufgeklärt.
Stillegung der Hochöfen: Nur
Reparaturbereich ist noch besetzt. |
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1945 |
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Völklinger Hütte bleibt in den
letzten Kriegsmonaten vor Zerstörungen weitgehend verschont (im
Gegensatz zu anderen Saarhütten). |
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20.03.1945 |
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Militärische Besetzung des Saarlandes
durch amerikanische Truppen. |
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April 1945 |
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Besetzung des Völklinger Werkes. |
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Mai 1945 |
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Thomasmühle und Sauerstoffabrik nehmen
Produktion wieder auf. |
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Juni 1945 |
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Das Saarland wird französische
Besatzungszone.
Errichtung einer Sequesterverwaltung über
das Völklinger Werk. Verwalter wird Georges Thédrel.
Mitglieder der Geschäftsleitung werden entlassen und
ausgewiesen. |
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1946 |
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Festnahme Hermann Röchlings durch
US-Truppen. Inhaftierung in Nürnberg.
Erneute
Inhaftierung Ernst Röchlings. |
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1947 |
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Auslieferung Hermann Röchlings an französische
Besatzungsmacht.
Wirtschaftlicher Anschluß des
Saarlandes an Frankreich: Einführung des Francs (20:1). |
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16.02.1948 |
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Eröffnung des Prozesses gegen Hermann Röchling,
die Familienmitglieder Ernst Röchling und Hans-Lothar von
Gemmingen sowie die Direktoren Albert Maier und Wilhelm Rodenhauser
in Rastatt. Ihnen werden Kriegsverbrechen vorgeworfen. |
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25.01.1949 |
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Urteilsverkündung des Berufungsgerichtes
(1. Urteil vom 02.07.1948): Hermann Röchling, Ernst Röchling
und von Gemmingen werden zu Gefängnisstrafen verurteilt. Zudem
Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte und Beschlagnahmung
des gesamten Privatvermögens. Maier wird freigesprochen,
Rodenhauser erhält ebenfalls eine Gefängnisstrafe.
Damit
fallen 10 % der Anteile der Völklinger Hütte an
Frankreich. |
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ab 1949 |
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Frankreich will Rückkehr der Familie Röchling
nur dann zustimmen, wenn diese sich mit Minderheitsbeteiligung
zufrieden geben.
Rechtslage sowie weitere Pläne der
französischen Regierung bleiben unklar. |
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ab 1950 |
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Familie um Klärung der Situation bemüht.
Aufnahme von Verhandlungen mit Kaufinteressenten. Erfolg scheitert
am Majoritätsanspruch Frankreichs. |
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18.04.1951 |
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Gründung der Montanunion: Europäische
Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Der Organisation wird die
deutsch-französische Produktion auf dem Kohle- und Stahlsektor
unterstellt. |
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18.08.1951 |
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Begnadigung Ernst und Hermann Röchlings. |
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1952 |
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Produktionskapazität der Vorkriegszeit
(1938) wird wieder erreicht. |
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13.03.1953 |
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Verleihung des Siemens-Ringes an Hermann Röchling,
der höchsten deutschen Auszeichnung für Verdienste auf dem
Gebiet der Wissenschaft und Technik. |
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23.10.1954 |
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Saarstatut: Saarland soll die Keimzelle der
Europäischen Gemeinschaft werden.
Aufhebung der
Sequesterverwaltungen bis zur Volksabstimmung. Ausnahme: Völklinger
Hütte bleibt unter Fremdverwaltung. |
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Frühjahr 1955 |
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Röchling-Frage wird zum Politikum:
Haltung der französischen Regierung versteift sich.
Adenauer
bittet Familie Röchling im Hinblick auf den deutsch-französischen
Ausgleich um Einlenken.
Unterzeichnung eines
Optionsvertrages: Französische Regierung und Bundesregierung
besitzen Option für den Erwerb je einer Hälfte der Völklinger
Hütte.
Familie erwirbt ein kleines Aktienpaket an der
Rheinmetall AG Berlin. Bis 1959 Erhöhung des Anteils auf 75 %. |
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24.08.1955 |
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Hermann Röchling stirbt in Mannheim. Er
konnte nach Ende des Krieges nicht mehr in seine Heimat zurückkehren. |
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23.10.1955 |
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Saarreferendum: 67,7 % entscheiden sich gegen
das Saarstatut. |
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April 1956 |
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Familie erklärt die Optionserklärung
für hinfällig. |
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27.10.1956 |
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Luxemburger Vertrag: Frankreich stimmt
aufgrund des Ergebnisses der Volksabstimmung der Rückgliederung
des Saarlandes zum 01.01.1957 zu. |
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14.11.1956 |
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Ernst Röchling und Freiherr von
Gemmingen-Hornberg erzielen grundsätzliches Einverständnis
mit der französischen Regierung über die Aufhebung der
Sequesterverwaltung und der Rückgabe der Hütte an die
Familie.
Frankreich erhält 3 Milliarden Francs (rund
36 Millionen DM) Entschädigung für die im Werk belassenen
Produktionsanlagen. |
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28.11.1956 |
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Aufhebung der Sequesterverwaltung: „Friedensschluß zwischen Frankreich und Röchling” lautet das Schlagwort der kommenden Jahre.
Der Sequesterverwalter Georges Thédrel
übergibt die Leitung des Unternehmens wieder der Familie Röchling. |
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1957 |
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Rückgliederung des Saarlandes.
Inbetriebnahme der Feineisenstraße im Nauweiler Gewann am 29.05. |
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1958 |
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Einrichtung eines neuen Fertigungsbetriebes in Busendorf: „Atelier de Bouzonville”. Herstellung von Röchling-Chevron-Schlitzwinkel und Omnia-Leichtbauträger. |
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05./06.07.1959 |
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Wirtschaftlicher Anschluss des Saarlandes an die Bundesrepublik und Einführung der DM als Zahlungsmittel. |
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1961–1968 |
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Realisierung eines bereits 1959 entworfenen Generalplanes zum Ausbau und zur Modernisierung der Völklinger Hütte: Der Kern des Planes zielt auf die Erweiterung bzw. Weiterentwicklung der Edelstahlfertigung und -weiterverarbeitung ab und beinhaltet zahlreiche Neubaumaßnahmen:
• Schmiede mit 4000-t-Presse und Schmiedemaschine
• Vacuum-Lichtbogenofen
• Vacuum-Induktionsofen
• 100-t-Elektroofen (Ersatz SM-Stahlwerk)
• ESU-Anlage
• Edelstahl-Stranggußanlage (4-strängig)
• Vertikalvergüterei
• Horizontalvergüterei
• Edelstahlbearbeitungswerkstatt • Kaltprofilierung in Fenne • Federnfabrik im Alten Brühl
Diese Maßnahmen resultieren aus einer geänderten Situation am Markt: Edelstahl wird immer mehr nachgefragt und die vorhandenen Produktionsanlagen können den Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Auf lange Sicht gesehen ist die Existenz des Unternehmens bei einer Konzentration auf Massenstahlproduktion nicht mehr zu gewährleisten. Die genannten Maßnahmen erfüllen die Erwartungen der Unternehmensleitung und sichern dem Werk auf dem Edelstahlsektor wieder einen hohen Marktanteil, der sogar etwas über dem der Vorkriegsjahre liegt.
Zwei weitere große Neubauprojekte sind: • DH-Entgasungsanlage • Mitteleisenstraße im Nauweiler Gewann
Darüber hinaus zeigt sich die Notwendigkeit , andere Betriebsbereiche zu modernisieren bzw. auszubauen, um die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens zu stärken:
• Drahtstraße im Nauweiler Gewann
• Trägerstraße 06 • Einführung der Querstrom-Kalkbrennöfen (System Dr. Heiligenstadt) • Zementfabrik (Homogenisier- und Verladesilos)
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1961 |
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Neben der Umstrukturierung der Produktion vollzog sich gleichzeitig eine Neuordnung der Verwaltung und eine Dezentralisation des Familienbesitzes: Übertragung der Beteiligung an der „Rheinmetall AG” und der „Röchling-Buderus AG Wetzlar” auf die neu gegründete "Industriegesellschaft Röchling". |
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1963 |
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Gründung der „Ernst-Röchling-Stiftung”" anlässlich seines 75. Geburtstages: Wissenschaftliche Forschungen an der Universität des Saarlandes zur Förderung der deutsch-französischen Verständigung. |
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24.01.1964 |
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Ernst Röchling stirbt in Düsseldorf. |
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1965 |
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Veräußerung des Anteils am
Wetzlarer Edelstahlwerk: Röchling'sche Stahl GmbH geht in
Buderus-Besitz über.
Gründung der „Röchling-Saarstahl GmbH” als Verkaufsorganisation für die Völklinger Produkte. |
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Dezember 1967 |
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Dr. Hermann Röchling tritt aus
gesundheitlichen Gründen von der Unternehmensleitung zurück.
Geschäftsführer wird Dr. Hans-Werner Osthoff.
Damit liegt zum ersten Mal die Firmenleitung nicht in den Händen
eines Familienmitgliedes. |
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1969 |
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Die Einführung einer neuen Werkstoffnorm, nach der Träger stickstoffarm sein müssen, erfordert die Abkehr vom Thomasstahlverfahren: Weiterentwicklung des ursprünglich bei der Maxhütte entwickelten OBM-Verfahrens zur Stahlerzeugung bis zur Produktionsreife. Der erste OBM-Konverter nimmt seinen Dienst in Völklingen auf. Belegschaft erreicht die Rekordhöhe von
17.000 Beschäftigten.
Abschluss des Hüttenvertrages: Die deutsche Eisen- und Stahlindustrie bezieht nur noch heimische Kokskohle.
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02.07.1970 |
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ARBED und die Völklinger Hütte gründen die „Arbeitsgemeinschaft Drahtstraßenbau”" zum Bau der Drahtstraße 11 in Burbach. |
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01.07.1971 |
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Fusion der Völklinger Hütte RESW
mit der Burbacher Hütte der Luxemburger ARBED zur „Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH” rückwirkend zum
01.01.1971:
• Anteilseigner zu je 50 %: Industrieverwaltung Röchling und ARBED
• An beiden Standorten bleiben die integrierten Hüttenwerke erhalten
• Familie Röchling zieht sich aus der Stahlindustrie an der Saar zurück
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1972 |
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Im Werk Burbach wird ein anderes Stahlerzeugungsverfahren eingeführt: Umstellen vom Thomas- auf das LD/AC-Verfahren. Daneben kommt hier modernste Umwelttechnik zum Einsatz: Entstaubung mittels einer „Naß-Elektrofilter-Anlage”.
Schließung des Blechwalzwerkes Hostenbach am 30.06. Übernahme der Belegschaft durch die „Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH”. |
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Mai 1973 |
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Inbetriebnahme der (Walz-)Drahtstraße
11 im Werk Burbach: Es handelt sich um eine vieradrige Drahtstraße,
die als eine der größten und modernsten der Welt
bezeichnet wird.
Für diese neue Anlage waren Investitionen in Höhe von 150 Mio. DM nötig. Die jährliche Kapazität beträgt rund 1.000.000 t. |
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1974 |
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Deutsche Stahlwirtschaft verzeichnet
Produktionsrekord. |
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1975 |
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Beginn der Stahlkrise. |
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1977 |
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Stahlkrise führt zu einem Defizit von 212 Mio. DM bei den Stahlwerken Röchling-Burbach. Die Folgen:
• Der Konkurs droht • Abbau von 1.300 Beschäftigten
• Stillegung verschiedener Produktionsanlagen, u.a. die Walz-Torstahl-Stabverwindung
in Völklingen und die Walzstraßen 16/17 und 19 in Burbach
• Stillegung der Flüssigphase in Burbach am 31.12.1977
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18.12.1978 |
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Verabschiedung eines Restrukturierungsprogramms durch die Geschäftsleitungen der „Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH” und der „Neunkircher Eisenwerk AG" unter Mitwirkung von Bund, Land und Gewerkschaften. U.a. werden folgende Maßnahmen beschlossen:
- Übernahme der Anteile der Industrieverwaltung Röchling an der "Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH" durch ARBED S.A. bis auf einen Rest von 2,1 %. ARBED S.A. wird damit praktisch Alleingesellschafter
- Übertragung des 97 %igen ARBED-Anteils an der "Neunkircher Eisenwerk AG" auf die "Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH". Das Neunkircher Eisenwerk wird damit eine Tochtergesellschaft von Röchling-Burbach, bleibt aber ein rechtlich selbständiges Unternehmen
- Übertragung der 32,4 %igen Beteiligung der "Neunkircher Eisenwerk AG" an der "AG der Dillinger Hüttenwerke" auf die "Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH"
- Stufenweiser Ersatz der OBM-Stahlwerke (Oxygen-Bodenblasen-Maxhütte) Völklingen und Neunkirchen sowie des SM-Stahlwerkes (Siemens-Martin) in Völklingen durch ein neues Blasstahlwerk mit Stranggußanlagen in Völklingen bis zum Jahre 1982/83 bei gleichzeitiger Umstrukturierung in Richtung mehr Qualitäts- und Edelstähle
- Konzentration der Walzfertigerzeugung auf die leistungsfähigen Walzenstraßen/Spezialproduktstraßen im Rahmen eines umfassenden Programmaustausches und einer Programmbereinigung zwischen allen ARBED-Unternehmen
Zwischen ARBED Luxemburg und die saarländischen Langproduktehersteller wird die "ARBED-Finanz Deutschland GmbH" (AFDG) geschaltet, die als 100 %ige ARBED-Tochtergesellschaft alle Anteile der zum ARBED-Konzern gehörenden und in der Bundesrepublik gelegenen Unternehmen hält |
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1980 |
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Inbetriebnahme der ersten Baustufe (2 Konverter, 2 Stranggießanlagen) des neuen Blasstahlwerkes in Völklingen am 15.12.: Anwendung modernster Technologie.
Stillegung des SM-Stahlwerkes in Völklingen.
Die europäische Stahlindustrie
verzeichnet erhebliche Absatzeinbußen bei gleichzeitig
gravierenden Erlösrückgängen. EG legt
Produktionsquoten und Mindestpreise fest. |
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1981 |
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Die Markt- und Quotensituation verschlechtert
sich weiterhin. Eine erste Anpassung des Restrukturierungsprogramms
wird erforderlich:
- Übernahme des Werkes durch den Luxemburgischen Konzern ARBED S.A.
- Neuordnung der Weiterverarbeitungsaktivitäten von ARBED in der Bundesrepublik: Reduzierung des 32,4 %igen Anteils der „Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH” an der „AG der Dillinger Hüttenwerke” auf 10 %
- „Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH” und „AG der Dillinger Hüttenwerke” gründen die gemeinsame Roheisengesellschaft „ROGESA” und in Zusammenarbeit mit der „Saarbergwerke AG” die „Zentralkokerei Saar GmbH” (ZKS)
- Am 31. Dezember wird in Neunkirchen der erste Hochofen (V) stillgelegt
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Mitte 1982 |
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Erneute Anpassung des
Restrukturierungsprogramms aufgrund der sich verschlechternden
Absatz- und Erlössituation.
Fusion der „Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH” mit der „Neunkircher Eisenwerk AG”" zu „ARBED-SAARSTAHL GmbH” zum 01.07.1982.
Inbetriebnahme der zweiten Baustufe des neuen Blasstahlwerkes in Völklingen (zwei weitere Stranggießanlagen, ein weiterer Konverter).
Stillegung der Flüssigphase
in Neunkirchen am 29. Juli. Das Stahlwerk und die Straßen
erster Hitze stellen am gleichen Tag die Produktion ein. Die Kokerei
folgt am 31. des Monats. Die Feinstahlstraße und die Drahtstraße
produzieren weiter.
Zwischenbilanz der Neuordnung:
- Drei voll integrierte Hüttenwerke werden zu einem zusammengefaßt
- Aus sieben Stahlwerken an drei Standorten werden zwei Stahlwerke an einem
- Von ursprünglich 21 sind noch 8 Walzenstraßen in Betrieb
- Kapazitätsabbau um fast 40 %
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1983 |
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Wiederholte Finanzhilfen von Bund und Land
verhindern einen Zusammenbruch. Über den mit 312 Mio. DM
bewilligten Finanzierungsrahmen hinaus werden 180 Mio. DM
zusätzlich benötigt.
Durchführung
unternehmensübergreifender Kooperationsmaßnahmen:
Vereinbarungen mit der Peine-Salzgitter AG und der Hoesch Werke AG
regeln den Tausch von Produktions- und Lieferquoten zur besseren
Auslastung der Produktionsanlagen. |
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1984 |
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Anpassungsprogramm 1984 - 1986 mit einer Beschleunigung der Rationalisierung und der Personalanpassung. Kapazitätsabbau von fast 30 %. Stillegung des Edelstahlwalzwerkes in Völklingen.
Vorantreiben der Produktionsumstrukturierung:
- Ab November 100% Strangguss-Fertigung im LD-Stahlwerk
- Inbetriebnahme der Zentralkokerei in Dillingen
Optionsvertrag zwischen Bund, Land und ARBED: ARBED verpflichtet sich, bis zu 76 % der Anteile am Stammkapital der „ARBED-SAARSTAHL GmbH” an einen gemeinsam von Bund und Land zu benennenden Dritten zu übertragen.
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1985 |
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Sanierungsgutachten von "Roland Berger &
Partner GmbH" (München) fordert weiteren Personalabbau.
Nachweis der Überlebensfähigkeit des Unternehmens wird
erbracht.
„ROGESA” nimmt am 17. Dezember Großraum-Hochofen („Hochofen V”) in Betrieb.
Entwicklung eines
neuen Sanierungskonzeptes durch Land, Bund, Banken,
Arbeitnehmerseite und ARBED Luxemburg. |
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15.05.1986 |
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Erster Schritt zur Umsetzung des Konzeptes:
Ziehung der Option. Übertragung der Anteile auf den früheren
saarländischen Wirtschaftsminister Dr. Schäfer.
Abschluß
eines Treuhandvertrages zwischen Herrn Dr. Schäfer als Treuhänder
und dem Land als Treugeber. |
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Juni 1986 |
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Weitere Umsetzung des Sanierungskonzeptes:
- Geschäftsführung wird Dillinger Hütte übertragen. Vereinbarung erfolgt mit der Vorgabe, 1987 320 Mio. DM einzusparen (150 Mio. allein im Personalbereich)
- Umfirmierung in „Saarstahl Völklingen GmbH”
- Vorbereitung einer gemeinsamen industriellen Lösung mit der „AG der Dillinger Hüttenwerke”
Die Stahlkrise verschärft sich weiter. Weiterer Personalabbau auf 8.500 Beschäftigte. |
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04.07.1986 |
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Stillegung der veralteten Hochöfen, der
Koksanlage und der Nebenbetriebe in Völklingen. |
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05.01.1987 |
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Gründung der Stahlstiftung: Saarländische
Lösung zur Abwendung von sozialen Härten beim
Personalabbau.
Angestrebte Fusion mit der Dillinger Hütte
entfällt aufgrund sich verschlechternder Marktbedingungen. |
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1988 |
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Konsolidierung wird konsequent weitergeführt.
Die Lage auf dem Stahlmarkt entspannt sich. Saarstahl Völklingen kann am Aufschwung partizipieren. |
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20.04.1989 |
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Zusammenführung der „Saarstahl Völklingen GmbH” und der „AG der Dillinger Hüttenwerke” unter dem gemeinsamen Dach der Holding „DHS-Dillinger Hütte Saarstahl AG”:
- 70,0 % Usinor-Sacilor
- 27,5 % Saarland
- 2,5 % ARBED
Holding hält als Tochtergesellschaften „SAARSTAHL Völklingen GmbH” zu 100 % und „AG der Dillinger Hüttenwerke” zu nahezu 100 %. |
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10.05.1989 |
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Gründung der „Saarstahl AG” als Nachfolgegesellschaft der „SAARSTAHL Völklingen GmbH”". |
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1990 |
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Beginn des sog. Fortschrittprogramms:
Programm zur Verbesserung des Kosten-Leistungs-Verhältnisses.
Diagnosephase im ersten Halbjahr: Achtköpfiges Team der Unternehmensberatung McKinsey stellt Einsparmöglichkeiten bis 300 Mio. DM fest. Das Programm umfasst alle Bereiche der Holding DHS mit Einsparungen/Modernisierungen in Verwaltung und Produktion. |
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1991 |
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Verschlechterung der Stahlmarktlage.
Preisverfall durch Niedrigpreisimporte aus Osteuropa und Überkapazitäten
bei Langprodukten sowie Flacherzeugnissen führen zu starken
Umsatzeinbußen. |
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1992 |
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Die Krise in der europäischen
Stahlindustrie spitzt sich seit Mitte des Jahres dramatisch zu:
Rezession in Westeuropa, anhaltende Ostimporte und
protektionistische Maßnahmen in den USA. |
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01.01.1993 |
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Neuordnung der Weiterverarbeitungssparte der „Saarstahl AG”". Die "Techno Saarstahl GmbH" wird mit der „Saarstahl AG” verschmolzen.
Dezentralisierung: Aufteilung in fünf
Betriebseinheiten:
- Stahlversorgung und Walzenstraße Mitte
- Neunkirchen
- Schmiede
- Burbach
- Walzenstraße und Betriebe Nauweiler
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18.05.1993 |
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Konkursantragsstellung des Vorstandes der Saarstahl AG wegen Zahlungsunfähigkeit.
Herr Jean Lang, ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Saarstahl AG, wird zum Sequester bestellt.
Das Gericht ordnet als
Sicherungsmaßnahme die vorläufige Betriebsfortführung
durch den Sequester an. |
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31.07.1993 |
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Eröffnung des Konkursverfahrens über das Vermögen der Saarstahl AG durch Beschluss des Amtsgerichtes Völklingen wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit.
Zugleich werden die Herren
Jean Lang und Hans Ringwald zu Konkursverwaltern bestellt. |
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09.09.1993 |
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Erste Gläubigerversammlung:
Die
vorläufige Fortführung des Unternehmens wird einstimmig
beschlossen. Die Konkursverwalter werden einstimmig bestätigt. |
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Januar 1994 |
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Änderung der Eigentumsverhältnisse:
- Abtrennung von der Holding DHS-Dillinger Hütte Saarstahl AG
- Das Saarland übernimmt 100 % der Anteile der „Saarstahl AG i.K.”
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März 1996 |
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Neuregelung der Anteilsverhältnisse an der Holding „DHS - Dillinger Hütte Saarstahl AG” (außergerichtlicher Vergleich):
- 48,75 % Usinor-Sacilor (vormals 70 %)
- 2,50 % ARBED (gleichbleibend)
- 33,75 % Saarstahl (vormals 0 %)
- 15,00 % Saarland (vormals 27,5 %)
Die Saarstahl und das Saarland halten zusammen 48,75 %, ebensoviel wie Usinor-Sacilor. |
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18.07.1996 |
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Prüfungstermin der Gläubigerforderungen:
Die
Forderungen der insgesamt 2.148 Gläubiger *) belaufen sich auf
6,8 Mrd. DM
*) Bemerkung: Mehrere Tausend abgetretene oder übergegangene Arbeitnehmerforderungen sind hier nur einfach beim jeweiligen Forderungsinhaber erfasst (z.B. PSVaG, Arbeitsverwaltung) |
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12.12.1996 |
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Der Aufsichtsrat der „Saarstahl AG i.K.” stimmt einer neuen Eigentümerstruktur zu:
- 19,9 % AG der Dillinger Hüttenwerke
- 20,0 % Kreditanstalt für Wiederaufbau
- 28,1 % Saarstahl Treuhand GmbH
- 32,0 % der Anteile verbleiben bei der landeseigenen Saarstahl Holding GmbH (31,9 %) und der Saarländischen Investitionskreditbank AG (0,1 %)
Die Gesellschafter der Saarstahl Treuhand GmbH sind die Herren Jean Lang, Hans Ringwald und Albrecht Herold.
Die Treuhänder handeln im Interesse der Gesamtgläubigerschaft, die durch ihren Finanzierungsbeitrag einen Zwangsvergleich zu ermöglichen versucht. |
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12.12.1997 |
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Die Aktionäre, einschließlich der Saarstahl Treuhand GmbH, billigen in einer außerordentlichen Hauptversammlung den Zwangsvergleichsvorschlag des Vorstandes:
- Auf die am Zwangsvergleich teilnehmenden Forderungen wird eine Quote
von 10 % unter Verzicht auf den Rest gezahlt.
- Die Finanzierung des Zwangsvergleichs in Höhe von ca. 120 Mio. DM erfolgt durch die Aktionäre entsprechend ihrem Anteil am Aktienkapital.
In der Aufsichtsratsitzung wird die Übertragung der Saarstahl-Anteile der Saarstahl Holding GmbH und der Saarländischen Investitionskreditbank AG auf das Saarland beschlossen.
Die Eigentümerstruktur stellt sich wie folgt dar:
- 19,9 % AG der Dillinger Hüttenwerke
- 20,0 % Kreditanstalt für Wiederaufbau
- 28,1 % Saarstahl Treuhand GmbH
- 32,0 % Saarland
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29.12.1997 |
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Die Gläubigerversammlung nimmt den Zwangsvergleichsvorschlag mit großer Mehrheit
(99,99 % der Kopfstimmen; 98,06 % der Forderungssummen) an. |
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30.12.1997 |
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Das Konkursgericht bestätigt den
Zwangsvergleich. |
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01.12.1998 |
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Die Saarstahl-Anteile der Kreditanstalt für Wiederaufbau (20 %) werden auf die Saarstahl Treuhand GmbH übertragen.
Neue Eigentümerstruktur:
- 48,1 % Saarstahl Treuhand GmbH
- 32,0 % Saarland
- 19,9 % AG der Dillinger Hüttenwerke
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15.10.1999 |
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Die AG der Dillinger Hüttenwerke erwirbt von den Anteilen des Saarlandes weitere
5,2 % der Anteile der Saarstahl AG.
Neue
Eigentümerstruktur:
- 48,1 % Saarstahl Treuhand GmbH
- 26,8 % Saarland
- 25,1 % AG der Dillinger Hüttenwerke
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30.10.1999 |
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Die letzte Rate des vereinbarten
Zwangsvergleiches wird an die Gläubiger überwiesen. Damit
wurde die im Zwangsvergleich vom Dezember 1997 vereinbarte Zahlung
der Quote erfüllt.
Die Rechte der Konkursverwalter und
des Gläubigerausschusses bestehen fort. |
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30.05.2001 |
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Die Aufsichtsräte der Dillinger Hütte und der Saarstahl AG haben in ihren Sitzungen der Gründung einer gemeinsamen Stiftung im Sinne der sogenannten Hüttenlösung zugestimmt.
Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG stimmt einstimmig der Übertragung der vom Saarland (26,8 %) und der Saarstahl Treuhand GmbH (48,1 %) gehaltenen Aktien auf die noch zu gründende KGaA unter dem Arbeitstitel: "SHS-Struktur-Holding Stahl" zu.
Die KGaA wird dann als reine
Beteiligungsgesellschaft 74,9 % der Aktien an SAG halten.
Die
Gesellschaftsanteile an der Komplementär-GmbH und die
Kommandit-Aktien sollen der "Montan-Stiftung-Saar"
zugewendet werden. |
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26.09.2001 |
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Die Aufsichtsräte der AG der Dillinger Hüttenwerke und der Saarstahl AG haben in ihren Sitzungen die saarländische Hüttenlösung als Basis für die zukünftige Zusammenarbeit der beiden Unternehmen zur Sicherung des Stahlstandortes Saar bestätigt. |
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16.10.2001 |
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Das Kabinett der saarländischen Landesregierung hat den Verkauf der Landesanteile in Höhe von 26,8 % an der Saarstahl AG und 15 % an der DHS-Dillinger Hütte Saarstahl AG an die Struktur-Holding-Stahl GmbH & Co KG a.A. beschlossen. Die weitere Umsetzung der Hüttenlösung wird damit ermöglicht. |
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23.10.2001 |
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Der saarländische Landtag hat dem Verkauf der Landesanteile in Höhe von 26,8 % an der Saarstahl AG an die Struktur-Holding-Stahl GmbH & Co KG a.A. zugestimmt. |
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05.11.2001 |
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Die Saarstahl Treuhand GmbH hat der Übertragung von 48,1 % der Anteile an der Saarstahl AG an die Struktur-Holding-Stahl GmbH & Co KG a.A. zugestimmt. |
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26.11.2001 |
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Die Schlussrechnungslegung der
Konkursverwalter wird durch das Konkursgericht des Amtsgerichtes Völklingen
abgenommen. |
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28.11.2001 |
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Herr Richter Grünert, Konkursgericht Völklingen, hat das Konkursverfahren über das Vermögen der Saarstahl AG aufgehoben.
Der
Aufhebungsbeschluss wird am 11.12.2001 rechtskräftig. |
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11.12.2001 |
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Der Aufhebungsbeschluss ist rechtskräftig.
Die Aktionäre der Saarstahl AG haben in ihrer außerordentlichen Hauptversammlung einstimmig die Fortführung des Unternehmens beschlossen.
Der Aufsichtsrat beschließt die Investition einer neuen Stranggießanlage. Diese Maßnahme stellt mit ihrem technologischen und metallurgischen Anspruch sowie einem Investitionsvolumen von 77 Mio. Euro einen der wichtigsten Beiträge zur Zukunftssicherung der Saarstahl AG bei. Die Inbetriebnahme der S 0 ist für 2004 vorgesehen.
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28.01.2002 |
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Das Walzwerk in Burbach erhält als erster Standort der Saarstahl AG das Umwelt-Zertifikat nach DIN EN ISO 14001 und bestätigt damit die Erfüllung der höchsten anerkannten Forderungen an ein Umweltmanagementsystem. |
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28.03.2002 |
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Umsetzung der sogenannten Hüttenlösung
Neue Eigentümerstruktur:
- 74,9 % Struktur-Holding-Stahl GmbH & Co KG a.A.
- 25,1 % AG der Dillinger Hüttenwerke
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01.07.2002 |
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Mit Henner Wittling wird der Vorstand der Saarstahl AG erweitert. Er nimmt neben Hans-Günter Herfurth (Vorsitzender), Dr. Klaus Harste (Technik) und Claude Kintz (Vertrieb) die Funktion des Arbeitsdirektors ein. |
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Sommer 2002 |
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In einer siebenwöchigen Umbauzeit wird die Saarschmiede modernisiert. Im Rahmen der Arbeiten wird eine der weltweit modernsten Schmiedepressen (85MN) inklusive leistungsfähigem Manipulator (200 mt) installiert. Die Investitionssumme beläuft sich auf 12 Mio. Euro. Die Inbetriebnahme erfolgt im September. |
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01.09.2002 |
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Die Saarstahl AG führt ein neues Corporate Design ein. Im Mittelpunkt des überarbeiteten Unternehmensauftritts steht ein modernes Logo in den Farben orange und graphit. |
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26.09.2002 |
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Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG beschließt für die Standorte Burbach und Neunkirchen Investitionsmaßnahmen in Höhe von 22 Mio. Euro. Für das Werk Neunkirchen wird ein neuer Hubbalkenofen genehmigt, der Hubbalkenofen in Burbach wird modernisiert, |
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12.12.2002 |
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Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG bestellt darüber hinaus Hans-Günter Herfurth für weitere zwei Jahre bis zum 31.12.2004 zum Vorsitzenden des Vorstandes der Saarstahl AG.
Mit dem Beschluss des Aufsichtsrates, Investitionen im Bereich der Walzwerke Völklingen durchzuführen, setzt die Saarstahl AG den Prozess der Modernisierung und Stärkung aller Standorte konsequent fort.
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12.03.2003 |
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Im Bereich der schweren Drehmaschinen der Edelstahlbearbeitungswerkstatt (EBW) der Saarschmiede wird eine leistungsfähige CNC-Großdrehmaschine installiert. Damit steht der EBW ein modernes Aggregat zum Vor- und Fertigdrehen zur Verfügung. Das Investitionsvolumen beträgt 1,2 Mio. Euro. |
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15.05.2003 |
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In der Edelstahlbearbeitungswerkstatt der Saarschmiede wird eine neue Bandsägemaschine in Betrieb genommen. Sie ist nach den neusten technologischen Gesichtspunkten konstruiert und stellt einen wesentlichen Baustein in der strategischen Planung der vorgesehenen Produktionssteigerung der Saarschmiede dar. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf etwa 0,4 Mio. Euro. |
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14.06.2003 |
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Die Saarstahl AG ehrt mit einer großen Feier die Jubilare des Jahres 2002. Zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens findet eine gemeinsame Jubilarfeier der Saarstahl-Standorte Völklingen, Burbach und Neunkirchen sowie der Tochtergesellschaften Burbacher Stahl- und Waggonbau, Metallurgische Gesellschaft Saar und Saar-Bandstahl statt. Geehrt werden insgesamt 152 verdiente Mitarbeiter für 25, 35, 45 und 50 Dienstjahre. |
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25.09.2003 |
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Der Aufsichtsrat beschließt für die Betriebseinheit Walzwerke Völklingen die Investition eines neuen Hubbalkenofens von 27 Mio. Euro. Vorteile des neuen Ofens: Erhöhung der Qualität und Produktivität bei gleichzeitiger Reduzierung der Brennstoffkosten und Einhaltung der gestiegenen Umweltschutzauflagen. |
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09.12.2003 |
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Das neue Corporate Design wurde im Rahmen des Saarländischen Staatspreises für Design 2003 ausgezeichnet. In der Laudatio der Jury wurde betont, dass die Saarstahl AG mit ihrem neuen Erscheinungsbild ein überzeugendes Abbild ihrer Produkte und Dienstleistungen geschaffen sowie die Kompetenz des Unternehmens visualisiert hat. |
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17.12.2003 |
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Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 17.12.2003 Herrn Dr. Michael Hanisch (53) ab 01.06.2004 zum Vorstandsmitglied und Vorsitzenden des Vorstandes der Saarstahl AG bestellt. |
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12.03.2004 |
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Die neue sechsadrige Stranggießanlage mit der Kurzbezeichnung S0 ist – wie vorgesehen – 2004 in Betrieb gegangen. Mit der S0 können Knüppel im Format 150 x 150 mm mit 8,5 bis 15,5 m Länge und 180 x 180 mm mit 6,0 bis 13,0 m Länge hergestellt werden. Diese Anlage ist die modernste ihrer Art und stellt mit einigen zusätzlichen Merkmalen die Spitze heutiger Stranggießtechnologie dar. |
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29.09.2004 |
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Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 23.09.2004 eine Großinvestition für die Feinstahlstraße des Werkes in Neunkirchen genehmigt. Es wurde beschlossen, ein neues Präzisionswalzgerüst zu bauen. Das Investitionsvolumen beträgt rd. 11 Mio. €. |
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27.10.2004 |
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Am 27.10.2004 wurde bei der Metallurgische Gesellschaft Saar GmbH (MGS), einer Tochtergesellschaft der Saarstahl AG, eine neue Brennschneideanlage offiziell in Betrieb genommen. Sie ist gemäß den neuesten Umweltschutzrichtlinien hinsichtlich Lärm- und Emissionen aufgebaut. Das Investitionsvolumen betrug insgesamt 2 Millionen Euro. |
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23.03.2005 |
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Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 23.03.2005 Herrn Claude Kintz (62) zum Vorsitzenden des Vorstandes der Saarstahl AG bestellt. |
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19.05.2005 |
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Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 19.05.2005 Investitionsmaßnahmen mit einem Volumen von 27,8 Millionen Euro für die Walzstraße am Standort Burbach und 2,7 Millionen Euro für die Drahtstraße in Neunkirchen beschlossen. Im Werk Burbach werden neue Vorblöcke in die 4-adrige Walzstraße eingebunden und die Antriebs- und Regelungstechnik erneuert. Am Standort Neunkirchen wird im Bereich der Adjustage der Drahtstraße die Trimmstation verlegt und ein neuer Bundwendewagen errichtet. Zusätzlich werden die Materialflussverfolgung mit einer teilautomatisierten Proben- und Walzdrahtetikettierung modernisiert sowie die Arbeitsbedingungen für die Belegschaftsmitglieder weiter verbessert. |
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25.05.2005 |
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Die Saarstahl AG hat für sämtliche Produktionsbereiche ein Umweltmanagementsystem eingeführt, das durch den TÜV CERT, der Zertifizierungsstelle des TÜV Saarland, geprüft wurde. Am 25.05.2005 wurde das Umweltzertifikat als erfolgreicher Abschluss der Überprüfung der Saarstahl AG übergeben. Mit der Einführung eines Umweltmanagementsystems für alle Betriebsbereiche nach der DIN EN ISO 14001 erfüllt das Unternehmen die hohen international anerkannten Forderungen dieser Norm. |
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08.06.2005 |
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Die BHSW, Burbacher Stahl- und Waggonbau GmbH, eine Tochtergesellschaft der Saarstahl AG, hat nach erfolgreicher Auditierung durch den DVS Cert die Qualitätszertifikate nach DIN EN ISO 9001 und nach der Schweißnorm DIN EN 729-2 erhalten. |
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06.07.2005 |
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Die Saarstahl AG hat am 06.07.2005 von der Robert Bosch GmbH den weltweit ausgeschriebenen Lieferantenpreis, den Bosch Supplier Award 2005, erhalten. Mit diesem Preis würdigt die Robert Bosch GmbH die besonderen Leistungen ihrer Lieferanten in den Jahren 2003 und 2004 hinsichtlich Qualität, Kosten und Lieferzuverlässigkeit. Bosch hat die Saarstahl AG damit zum zweiten Mal mit dem Lieferanten-Preis ausgezeichnet. Darüber hinaus ist die Saarstahl AG nach wie vor das einzige Stahlunternehmen mit den Produktbereichen Stab und Draht (Langprodukte), das einschließlich seiner Weiterverarbeitungsbereiche bisher mit dem Bosch Supplier Award prämiert wurde. |
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28.09.2005 |
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Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat am 28.09.2005 Investitionen für die Saarstahl-Standorte Völklingen und Neunkirchen von insgesamt 36,45 Millionen Euro beschlossen.
In Völklingen soll ein neuer Gasometer zur Nutzung des im Blasstahlwerk anfallenden Konvertergases sowie eine neue 25-Tonnen-Kesselanlage zur umweltgerechten Erzeugung von Kraft- und Heizdampf errichtet werden. Darüber hinaus ist im Bereich der Walzwerke Völklingen eine neue Induktions-Vergütungsanlage vorgesehen.
Am Standort in Neunkirchen wird die zentrale Halbzeugvorbereitung erneuert. Gleichzeitig wird der Fertigungsbereich den gestiegenen Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen angepasst sowie auf eine erhöhte Leistung ausgerichtet.
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09.12.2005 |
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In seiner Sitzung vom 09.12.2005 hat der Aufsichtsrat der Saarstahl AG Investitionen für den Saarstahl-Standort Völklingen in Höhe von 18,7 Millionen Euro beschlossen.
Im Bereich der Walzwerke Völklingen wird die Adjustage des Walzwerks Nauweiler grundlegend erneuert.
Im Bereich des LD-Stahlwerks in Völklingen ist die Erneuerung der Betriebs- und Prozess-Steuerung im Produktionsbereich Schmelzbetrieb vorgesehen.
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09.12.2005 |
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Die Aufsichtsräte der Dillinger Hütte und der Saarstahl AG haben für die gemeinsame Tochter Zentralkokerei Saar GmbH (ZKS), Dillingen, in ihren Sitzungen vom 09.12.2005 ein neues Konzept zur Sanierung der Zentralkokerei Saar GmbH in Höhe von über 200 Millionen € beschlossen.
Das neue Sanierungskonzept sieht den Bau einer neuen dritten Batterie vor. Nach der Inbetriebnahme dieser Batterie wird die alte Batterie Nummer 1 abgeheizt und neu aufgebaut. Nach Abschluss dieses letzten Bauabschnittes wird die zweite alte Batterie stillgesetzt.
Die Investition gewährleistet den neuesten Stand der Technik im Koksofenbau und im Umweltschutz und ist ein wichtiger Beitrag zur Standortsicherung der Stahlindustrie an der Saar.
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31.01.2006 |
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Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 20.01.2006 beschlossen, in dem Insolvenzverfahren des Unternehmens Tréfileries de Conflandey S. A. ein Angebot zur Übernahme der Standorte Conflandey und Port d'Atelier abzugeben. Aufgrund gerichtlicher Entscheidung vom 31.01.2006 hat die Saarstahl AG den Zuschlag zur Übernahme zum 01.02.2006 erhalten.
Die übernommenen Unternehmen mit rund 300 Mitarbeitern und den Produktionswerken in Ostfrankreich, gehörten zur Conflandey-Gruppe, die eine weltweit operierende Unternehmensgruppe mit dem Produktionsschwerpunkt Klammerdrähte sind.
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15.03.2006 |
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In der Sitzung am 15.03.2006 hat der Aufsichtsrat der Saarstahl AG Herrn Dr. Klaus Harste für weitere 5 Jahre zum Mitglied des Vorstandes der Saarstahl AG wiederbestellt.
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20.09.2006 |
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Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 20.09.2006 zusätzliche Investitionen für die Saarstahl-Tochtergesellschaft Saarschmiede GmbH Freiformschmiede am Standort Völklingen in Höhe von rund 35 Millionen Euro beschlossen.
Im Einzelnen wird in folgende Anlagen investiert: 4.000 Tonnen Presse, schienengebundener Schmiedemanipulator, frei fahrbarer Schmiedemanipulator, mehrere Schmiede- und Vergüteöfen sowie Drehmaschinen und Krananlagen.
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30.09.2006 |
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Mit Wirkung zum 30.09.2006 wurde das Walzwerk Mitte stillgelegt.
Mit der Stilllegung endet auch die Geschichte zweier Dampfmaschinen, die seit rund hundert Jahren ihren Dienst taten. Die Walzenzugmaschine aus dem Baujahr 1891 wurde nach 106 Jahren mit einer elektronischen Steuerung ausgestattet. Die Zweite war seit 1910 im Originalzustand mit 14.100 PS in Betrieb.
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29.03.2007 |
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Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner
Sitzung am 29.03.2007 eine Investitionsmaßnahme am Saarstahl-Standort in
Neunkirchen in Höhe von 40 Millionen Euro für ein neues Drahtzentrum
beschlossen.
Die Investition erfolgt in ein Servicezentrum für die
Oberflächen- und Wärmebehandlung von Draht. Gleichzeitig wird ein Teilbereich
der Weiterverarbeitung auf den neuesten technischen Stand gebracht und in
Neunkirchen konzentriert sowie für vorgesehene Mengensteigerungen erweitert.
Die Entscheidung für den Standort Neunkirchen soll die weitere Optimierung der
logistischen Abläufe zwischen den Saarstahl-Standorten im Saarland begünstigen.
Darüber hinaus wurde Herr Dr. Karlheinz Blessing
mit Wirkung ab 01.07.2007 zum Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der
Saarstahl AG bestellt.
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11.05.2007 |
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Am 11.05.2007 wurde in Völklingen, unmittelbar
neben der Bundesstraße 51, feierlich eine Skulptur des Hamburger Künstlers und
Dortmunder Professors HD (Hans Dieter) Schrader der Öffentlichkeit übergeben.
Die Skulptur mit der Bezeichnung
"Kubushochzeit" wurde im Auftrag der Saarstahl AG von HD Schrader
entworfen. Seine Freiluftskulpturen aus Stahl, Holz und anderen Materialien
sind weltweit vertreten. Die Saarstahl-Skulptur ist für den Künstler HD
Schrader eine Premiere im Saarland. Sie markiert nunmehr den westlichen Eingang
zur Stadt Völklingen, unmittelbar neben der Bundesstraße 51 und dem Torhaus 10,
einem der zentralen Torhäuser der Saarstahl AG.
Die Kubushochzeit besteht aus zwei durchsichtigen,
eckigen, 15 und 13,5 Meter hohen Säulen, deren Kanten von H-förmigen
Stahlträgern gebildet werden. Die Skulptur ist 25,5 Tonnen schwer und besteht
aus insgesamt 125 Metern H-Profilen in der Abmessung 400 x 300 mm. Beide Kuben
wachsen aus einem gemeinsamen Fundament "miteinander verschränkt"
empor und neigen sich dabei leicht auseinander. "Die Neigungswinkel sind
verschieden", erläuterte HD Schrader, "so dass mit der Bewegung des
Betrachters auch die Skulptur sich zu bewegen scheint."
Die Profile für dieses Kunstwerk wurden im
Völklinger Walzwerk Mitte am 30.08.2006 gewalzt. Sie stammen aus der letzten
Produktionsschicht für diese Abmessung. Mit dem Bau der Saarstahl-Skulptur soll
einerseits an das Ende September 2006 stillgelegte Walzwerk Mitte auf eine
wertvolle, künstlerische Weise erinnert werden. Andererseits wird der Eingang
zur Stadt Völklingen aus der Fahrtrichtung von Bous mit einem signifikanten
Zeichen aus Saar-Stahl versehen.
Die Skulptur wurde von der Burbacher
Saarstahl-Tochter BHSW auf Grundlage der Zeichnungen des Künstlers konstruiert
und statisch berechnet. In den Werkstätten wurden die H-Profile passgenau
zugeschnitten, zusammengefügt, verschweißt, lackiert und am Standort in
Völklingen aufgestellt.
Die offizielle Einweihung fand unter großer
Beteiligung geladener Gäste und der interessierten Bevölkerung statt. Nach der
Begrüßung durch den Vorsitzenden des Vorstandes, Herrn Claude Kintz, folgte die
Würdigung durch den Oberbürgermeister der Stadt Völklingen, Herrn Klaus Lorig,
sowie die künstlerische Einführung durch den Leiter der Documenta 6 und 8,
Herrn Prof. Dr. Manfred Schneckenburger.
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