
Jubilarfeier der Saarstahl AG - 177 Jubilare geehrt
Am Samstag, den 27. April 2013, ehrte die Saarstahl AG 177 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für 25, 35 und 45 Jahre Verbundenheit mit dem Unternehmen. Zweiundzwanzig Jubilare gehören sogar bereits 50 Jahren zur Saarstahl-Familie.
Im festlich herausgeputzten Saarbrücker E-Werk bedankten sich Vorstand und Betriebsrat bei 177 Mitarbeitern für ihre Loyalität: 48 von ihnen blickten dabei auf 25 Jahre Betriebs-zugehörigkeit zurück, 57 Jubilare auf 35 Jahre und 50 auf 45 Jahre. Zweiundzwanzig Kollegen sind bereits seit einem halben Jahrhundert auf ihrem beruflichen Weg mit der heutigen Saarstahl AG verbunden.
Der Vorstandsvorsitzende Dr. Karlheinz Blessing würdigte in seiner Rede die treuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Ob am Konverter, an der Walzstraße oder in der Lohnbuchhaltung. Sie haben mit Ihrem Engagement und Ihrer Leistung maßgeblich dazu beigetragen, unser Unternehmen zu dem zu machen, was es heute ist, nämlich eine internationale Top-Adresse für Stahl bester Güte. Die Betriebsratsvorsitzende des Werks Neunkirchen, Ellen Neumann, betonte in ihrem Grußwort an die Jubilare: „Sie haben die Geschichte unseres Unternehmens in den vergangenen Jahrzehnten in irgend einer Form nicht nur mit erlebt, sondern auch mit gestaltet. Ohne dieses tägliche Engagement und ohne Ihr Wissen würden sich in unserem Unternehmen keine Räder drehen. Dafür bedanke ich mich, auch im Namen aller Betriebsräte, ganz herzlich bei Ihnen."
Das vergangene Geschäftsjahr, so Blessing, sei wenig erfreulich gewesen, auch für 2013 sei keine grundlegende Trendwende zu erwarten. „Die gesamte deutsche, ja europäische Stahlbranche durchlebt derzeit ein Tief. Angesichts der Umstände wären viele froh, sie würden noch so relativ gut da stehen wie wir.“ Doch auch Saarstahl belasteten hohe Rohstoffkosten, steigende Energiepreise und sinkende Margen. „Wir müssen daher noch mehr in Qualität und Kundenorientierung investieren. Die gerade in Betrieb genommene neue Sekundärmetallurgie kommt daher zur rechten Zeit und wird uns helfen, diese schwierige Phase zu überstehen“, blickte Blessing abschließend zuversichtlich in die Zukunft.
Das Moderatorenduo Claudia Kessler und Patrik Hüttel-Gier, Mitarbeiter des Saarstahl-Personalbereichs, führte durch den stimmungsvollen Abend, in dessen Verlauf die „Magic Artists“ für Nervenkitzel sowie „Kat Moore & Band“ für die musikalischen Höhepunkte sorgten.
Ihre Ansprechpartner:
Ute Engel, Tel.: 06898/ 10 2265 E-Mail: ute.engel(at)stahl-holding-saar.de
Ulrike Jungmann, Tel.: 06898/ 10 2275, E-Mail: ulrike.jungmann(at)stahl-holding-saar.de
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Girls´ Day bei Saarstahl
Völklingen, 25. April 2013 - Insgesamt 13 Schülerinnen der Bistalschule Wadgassen erhielten beim heutigen „Girls’ Day“, einen Einblick in die technischen Berufsfelder der Saarstahl AG.
Mit Unterstützung der Saarstahl-Ausbilder arbeiteten die Schülerinnen der Klassenstufe 7 und 9 an einem kleinen Projekt, bei dem sie ihre mechanischen und elektronischen Fertigkeiten erproben konnten. „Wir wollen im Rahmen dieser bundesweiten Berufsorientierungsaktion Mädchen ermutigen, bei ihrer Berufswahl auch einmal neue Wege zu gehen“, erläuterte Gerhard Hussong, Leiter der Technischen Erstausbildung bei Saarstahl. Die Mädchen, begleitet von ihrer Lehrerin Tanja Bauer, brachten schon einige Erfahrungen aus dem Schulfach Arbeitslehre mit. Mit Feuereifer machten sie sich ans Sägen, Nageln, Feilen und Löten. Das Ergebnis ihrer Arbeit, ein so genanntes „Magisches Licht“, durften die Schülerinnen mit nach Hause nehmen.
Foto:
Beim praktischen Teil galt es, spielerisch den Umgang mit Holz, Metall und der Elektronik zu lernen. Die Ausbilder Martin Imschweiler (hinten) und Patrik Hüttel-Gier (vorne) standen Selina Schmitt (hinten) und Mara Thiel (vorne) hilfreich zur Seite.
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Antrittsbesuch des Bundespräsidenten im Saarland
- Joachim Gauck auch zu Gast bei der Dillinger Hütte
Im Rahmen seines Antrittsbesuchs im Saarland am 23. April 2013 stattete Bundespräsident Joachim Gauck auch dem Gästehaus der Dillinger Hütte einen Besuch ab. Dort traf er saarländische Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Vertreterinnen und Vertreter von Innungskammern und Behörden zum Gespräch. Thema des Gedankenaustauschs: „Perspektive Partnerland – die deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen“. Begleitet wurden der Bundespräsident und Frau Daniela Schadt bei seinem nunmehr zwölften offiziellen Besuch von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer; bei seiner Station in Dillingen wurde das Staatsoberhaupt von Dr. Karlheinz Blessing, Vorstandsvorsitzender von Dillinger Hütte und Saarstahl, begrüßt (s. Foto).
Bild © Dillinger Hütte
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Schwieriges Geschäftsjahr 2012 für Saarstahl
Nachdem die ersten Monate in 2012 in wirtschaftlicher Hinsicht noch befriedigend verliefen, hat sich im weiteren Jahresverlauf die Situation in den für Saarstahl wichtigen Kundensegmenten Automobil- und Maschinenbau eingetrübt. Während die global gut aufgestellten deutschen Premium-Hersteller im Automobilsektor erfolgreich am Markt agieren, ist die Produktion in Europa spürbar zurückgegangen. Die Impulse aus dem deutschen Maschinenbausektor waren eher verhalten, allerdings blieb die Nachfrage aus dem Ausland stabil. Das global sinkende Preisniveau für Stahlprodukte bei gleichzeitig hohen Rohstoffkosten hat die Erlöse unter Druck gebracht. Im Jahr 2012 hat der Saarstahl-Konzern einen leicht gestiegenen Auftragseingang bei guter Auslastung der Anlagen zu verzeichnen. Die Saarschmiede GmbH Freiformschmiede bekam mit voller Wucht die nach wie vor bestehenden Unsicherheiten im Energiesektor und die damit verbundene Investitionsrückhaltung zu spüren und musste daher einen erneuten Umsatzrückgang hinnehmen.
Zahlen des Saarstahl-Konzerns des Jahres 2012:
Kaum Besserung für 2013 zu erwarten
Der Saarstahl-Konzern ist traditionell mit einer guten Auslastung in das Jahr 2013 gestartet. Von einer spürbaren Trendwende ist jedoch angesichts fehlender konjunktureller Impulse in diesem Jahr nicht auszugehen. „Im Langstahlbereich rechnen wir für 2013 tendenziell mit stabilen Umsatz- und Ergebniszahlen bei Saarstahl, im Konzern insgesamt müssen wir uns wohl auf ein weiteres hartes Jahr einrichten“, erklärt Blessing.
Unverändert kritisch sieht der Saarstahl-Konzern die Belastungen durch die Energie- und Klimapolitik in Deutschland und der Europäischen Union. „Wir unterstützen die Energiewende und leisten mit stets neu entwickelten Stahlsorten einen wichtigen Beitrag zu mehr Energieeffizienz und Umweltschutz. Diese Investitionen sind aber kaum noch zu schultern, wenn den deutschen Stahlherstellern immer noch mehr Kosten aufgebürdet werden“, verdeutlicht Blessing. „Wir stehen im internationalen Wettbewerb und können die Kostenvorteile der außereuropäischen Hersteller irgendwann auch mit der besten Qualität nicht mehr wettmachen.“
Die Saarschmiede GmbH Freiformschmiede erwartet ein ähnlich schwieriges Jahr wie 2012. Die Aussichten auf den Energiemärkten werden zwar wieder etwas optimistischer bewertet. Da die Projekte in der Regel aber lange Vorlaufzeiten haben, werden sich die positiven Effekte eher mittelfristig zeigen. Vom weltweit steigenden Energiebedarf und dem zu erwartenden Trend in Richtung hocheffizienter Kraftwerke wird die Schmiede jedoch zweifelsfrei profitieren.
In den für die Saarstahl AG wichtigen Kundensegmenten Automobil- und Maschinenbau wird 2013 mit einem stagnierenden Markt in Europa gerechnet. Die weitere Internationalisierung des Unternehmens in Richtung Schwellenländer mit einer entsprechenden Vertriebsorganisation wird daher im Fokus stehen. Geprüft werden auch Möglichkeiten, vor Ort eine eigene Weiterverarbeitung aufzubauen. Die insgesamt gute Entwicklung der deutschen Automobilhersteller sollte allerdings positive Impulse speziell für Walzdraht und Stabstahl des Qualitäts- und Edelbaustahlbereichs haben. Die Anfang 2013 in Betrieb genommene neue Sekundärmetallurgie wird in diesem Segment für zusätzliche Kapazitäten und ein weiter verbessertes Qualitätsspektrum sorgen.
Saarstahl-Konzern in Zahlen | ||||
| | 2011 | 2012 | Veränderung |
¹ davon 6.745 aus den im Saarstahl-Konzern einbezogenen Gesellschaften ( Vorjahr: 7.036)
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Neue Sekundärmetallurgie erfolgreich in Betrieb gegangen
Völklingen, 8. Februar 2013 – Nach zweieinhalb Jahren Planungs- und Bauzeit ist die neue Sekundärmetallurgie zum 28. Januar planmäßig und reibungslos in Betrieb gegangen. „Das ist ein guter Tag für Saarstahl“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende Dr. Karlheinz Blessing die 150 Millionen Euro-Investition. „Die Umsetzung dieses Projekts ist ein weiterer Meilenstein in unserer Strategie, international im Premium-Segment zu wachsen.“ Technik-Vorstand Martin Baues ergänzt: „Diese Sekundärmetallurgie ist in ihrer Komplexität, Bauweise und Multifunktionalität weltweit einzigartig und der Beweis für die Kreativität unserer Ingenieure.“ Mit der Investition erhöht Saarstahl seine Kapazität im Bereich der hochwertigen Stahlsorten um mehr als das Doppelte und erweitert sowohl sein Produktspektrum als auch die Produktqualität.
Der im Stahlwerk hergestellte Rohstahl erhält in der Sekundärmetallurgie seine Veredelung. In einem genau definierten Prozess werden unerwünschte Stoffe, die den Stahl spröde machen, unter Vakuum aus der Schmelze herausgezogen. Legierungen, die dem Stahl eine gesteigerte Elastizität und Belastbarkeit verleihen, werden hinzugefügt. Mit der neuen Anlage kann Saarstahl mehr und vor allem höher legierte Stahlsorten anbieten, die besonders von der Automobilindustrie nachgefragt werden.
Die neue Sekundärmetallurgie ist in einem dreiteiligen Hallenbau direkt an die Gießhalle des Stahlwerks angeschlossen. Dort befinden sich die wesentlichen technischen Einrichtungen wie zwei Twin-Pfannenöfen, eine Vakuumentgasung, eine Einblasanlage, eine zentrale Legierungsanlage mit 34 Bunkern, eine Wasserwirtschaft und eine zentrale Entstaubung. Eine entscheidende Neuerung für Saarstahl ist der Einsatz der Pfannenofentechnologie. Sie ermöglicht ein gezieltes Aufheizen der Stahlschmelzen in der Gießpfanne statt wie bisher in den Konvertern, die dadurch deutlich entlastet werden.
Bemerkenswertes Bauprojekt
Die vorbereitenden Maßnahmen wie Abriss und Verlegung bestehender Gebäude und Flächen begannen im September 2010. Die eigentliche Halle schraubte sich dann ab Mai 2011 kontinuierlich in die Höhe. Im Endstadium ist sie 60 Meter hoch – der Kamin ragt sogar auf 70 Meter Höhe -, 88 Meter lang und 48 Meter breit. Die Stahlkonstruktion wiegt ca. 3.400 Tonnen. Die schwersten Bauteile sind die Unterteile der sechs Kreuzstützen der Umsetzhalle, wo die Pfannen auf Fähren umgesetzt werden. Jedes dieser Teile wiegt rund 72 Tonnen bei einer Länge von 12 Metern. Die Bühne mit den 34 Legierungsbunkern trägt eine Nutzlast von 5.000 Tonnen. Trotz der engen Begrenzungen des Baufelds, der direkt daran vorbeilaufenden Anlieferstraßen und der aufwändigen Montagearbeiten verlief die Produktion im benachbarten Stahlwerk während der gesamten Bauzeit störungsfrei. Rund 100 Baufirmen, davon 70 Prozent aus dem Saarland, waren mit 600 Mitarbeitern im Einsatz. Den größten Anteil stellten die Maschinen- und Anlagenbauer, von denen in Spitzenzeiten 230 Mitarbeiter gleichzeitig auf der Baustelle tätig waren. Dank der umsichtigen Planung gab es keinen einzigen schweren Arbeitsunfall. Von Saarstahl-Seite waren 25 Mitarbeiter aus der Neubauabteilung in das Projekt involviert, dazu etliche Kollegen aus den Fachabteilungen und dem Umweltschutz.
25 Millionen Euro in Umweltschutzmaßnahmen
Saarstahl hat bei diesem Projekt größten Wert auf effektive Umweltschutzmaßnahmen gelegt. Eine zentrale Entstaubungsanlage, die für eine maximale Gesamtabsaugmenge von 600 000 m³/h ausgelegt ist und den aktuellen Emissionsgrenzwert um mehr als 75 Prozent unterschreitet, erfasst staubförmige Emissionen direkt an der Stelle, an der sie entstehen. Zur Reduzierung von Lärm erhielt die komplette Außenfassade eine zweischalige, 140 mm starke Dämmschicht. Dachöffnungen der Halle, Kühltürme und der Kamin sind mit Schalldämpfern ausgerüstet. Dampf, der als Nebenprodukt im Konverterprozess anfällt, liefert die benötigte Energie für die Vakuumentgasungsanlage. Ein energetisches Highlight ist eine neu installierte Turbine, die durch das Rücklaufwasser der Kühltürme angetrieben wird und damit einen Teil der eingesetzten elektrischen Energie wieder zurückgewinnt.
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Ute Engel, Tel.: 06898/ 10 2265 E-Mail: ute.engel(at)stahl-holding-saar.de
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