Pressemitteilung

40 Jahre Feinstahlstraße im Saarstahl-Werk Neunkirchen

18. Juni 2012

Am 12. Juni 1972 ging die kombinierte Draht- und Stabstahlstraße in Betrieb - Mitarbeiterfest im Zeichen des Jubiläums. Im Dezember 1969 hatte der damalige Aufsichtsrat der Neunkircher Eisenwerk AG, vormals Gebrüder Stumm, beschlossen, 97 Millionen Mark für den Bau einer kombinierten Stab- und Draht-Feinstahlstraße freizugeben. Nach nur zweieinhalbjähriger Bauzeit lief am 12. Juni 1972 um exakt 12.58 Uhr der erste so genannte Knüppel, ein Halbzeug aus Stahl, über die neue Straße. Stetige Modernisierungen haben seitdem dafür gesorgt, dass die „Straße 31“ bis heute für höchste Flexibilität und Produktqualität „Made in Neunkirchen“ steht.

Mit dem Bau der Straße reagierte man auf die steigenden Anforderungen der Kunden und zielte auf die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Gleichzeitig erleichterte die neue Anlage durch automatisierte Prozesse deutlich die Arbeit für die Mitarbeiter und sorgte für ein hohes Maß an Arbeitssicherheit.
 

Vielfältigkeit der Anlage

 „Die besondere Stärke der Feinstahlstraße liegt darin, dass sie äußerst universell ist. Sie kann sowohl Stabstahl als auch Walzdraht produzieren; aktuell werden ca. 55 Prozent Draht und 45 Prozent Stab hergestellt“, erläutert Frank Brauer, Werkleiter Neunkirchen und Leiter der Walzwerke und Weiterverarbeitung der Saarstahl AG. „Ferner wird die Walzstraße auch für unterschiedliche Profilformen eingesetzt, d. h. neben den konventionellen Rundabmessungen werden auch Sechskant-, Vierkant- und Flachabmessungen sowie verschiedene Sonderprofile gewalzt.“

 Ellen Neumann, Vorsitzende des Betriebsrats des Werks Neunkirchen, und seit 1974 dabei, betrachtete in einem kurzen Rückblick die nicht immer einfachen Jahre des Standortes. „Die Feinstahlstraße ist aus meiner Sicht eine der flexibelsten Straßen und deshalb für das Unternehmen von großer Bedeutung. Der Standort Neunkirchen hat bis zum heutigen Tag mit seinen beiden Straßen, man darf ja auch die Straße 32 nicht vergessen, die nächstes Jahr ihren 50. Geburtstag feiert, seinen Beitrag im Saarstahl-Verbund geleistet.“

 Werksleitung und Betriebsrat hatten für vergangen Samstag zu einem großen Fest für Mitarbeiterund ihre Familien eingeladen. Mehr als 800 Gäste waren der Einladung gefolgt und untermauerten damit ihr besonderes Zugehörigkeitsgefühl zu ihrem Neunkircher Werk.

Von Johann Wolfgang Goethe bis heute

Jahrzehnte schon werden auf der Feinstahlstraße Draht und Stab gewalzt – eine lange Zeit und doch nur eine kurze Spanne in der Geschichte des Neunkircher Werks, das schon altehrwürdig war, als ihm Johann Wolfgang Goethe 1770 einen Besuch abstattete. Bereits im 16. Jahrhundert wurde hier Eisen geschmolzen und in Form gebracht. Nachweislich seit 1593. Mit seinen 419 Jahren ist Neunkirchen älter als die anderen Saarstahl-Standorte und gehört auch weltweit zu den traditionsreichsten Werken. In dieser Zeit hat es seine Wandlungsfähigkeit bewiesen. Von einer kleinen Eisenschmelze, wie es sie vielerorts gab, wuchs es während des 19. Jahrhunderts zu einem weltweit renommierten Großunternehmen heran. 1982 trat das Werk dann in ein neues Stadium seiner Geschichte ein: Mit der Verschmelzung der saarländischen Langproduktehersteller unter einer zentralen Geschäftsführung wird Neunkirchen nach Völklingen und Burbach der dritte Produktionsstandort im Saarstahl-Verbund.

Heute gehört das Werk Neunkirchen der Saarstahl AG mit seinen beiden Walzstraßen und seiner hochqualifizierten Belegschaft zu den besten Adressen für Stabstahl und Ringmaterial in Grund-, Qualitäts- und Edel

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