Werkfeuerwehr Saarstahl Neunkirchen

Gelungene Jahreshauptübung

24. Juni 2016

Eine vorausschauende Gefahrenabwehr zieht auch immer Notsituationen in Betracht, die eigentlich kaum vorstellbar sind. Diese Qualität zeigte am gestrigen Donnerstag wieder einmal die Werkfeuerwehr Saarstahl Neunkirchen.

Sie hatte sich die Aufgabe gestellt, einen vermeintlichen Absturz eines Ultraleichtflugzeugs auf den Gasometer mit all seinen dramatischen Auswirkungen in den Griff zu bekommen. Und sie meisterte diese Aufgabe mit ihrem neuen Leiter der Werkfeuerwehr Alexander Ley an der Spitze ohne Fehl und Tadel.

Der Pilot, so die Annahme, erleidet im Cockpit einen Schwächeanfall, verliert die Kontrolle über sein Flugzeug und stürzt auf den 68 Meter hohen Gasometer. Der Pilot bleibt schwer verletzt auf dem Dach des Gasometers liegen, während die nach unten stürzenden heißen Motorenteile des Flugzeugs das Dach des Maschinenraums am Boden durchschlagen und dort ein Feuer entfachen. Die alarmierte Werkfeuerwehr leitet sofort erste Maßnahmen ein und sperrt in Windeseile den Gefahrenbereich. Speziell ausgebildete Höhenretter der Werkfeuerwehren Saarstahl Neunkirchen und Dillinger Hütte, wobei letztere mit einer Drehleiter die Rettungsarbeiten unterstützt, arbeiten sich zum Verletzten hoch, versorgen ihn und seilen ihn in einer atemberaubenden Aktion nach unten ab. Dort wird er von einem medizinischen Team weiter betreut. Zwischenzeitlich hat die Werkfeuerwehr die Brandbekämpfung im Maschinenraum eingeleitet, wobei ständig gemessen wird, ob sich explosionsfähige Gas-Luftgemische bilden, die die Retter gefährden könnten. Zeitgleich wurde gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen eine Wasserversorgung zu einem Tanklöschfahrzeug hergestellt und mit Wasserwerfern der Gasometer permanent kühlt.                      

Arbeitsdirektor Schweda dankte bei der Nachbesprechung allen Mitwirkenden für ihr großes Engagement und die gezeigten Leistungen: „Ständige Übungen, in den unterschiedlichsten Dimensionen, sind seit vielen Jahren zentraler Bestandteil des Sicherheitskonzepts am Standort Neunkirchen. Sie garantieren einen reibungslosen Ablauf, falls es tatsächlich zum Ernstfall kommt. Das ist heute eindrucksvoll demonstriert worden.“

Über die Werkfeuerwehr Saarstahl Neunkirchen:

Die Gründung der Werkfeuerwehr Neunkirchen liegt mehr als 140 Jahre zurück. Sie besitzt den Status einer anerkannten Werkfeuerwehr. Zu ihren Aufgaben gehören neben den Brandwachen und den tatsächlichen Einsätzen auch der vorbeugende Brandschutz, wie z.B. die Erstellung von Flucht- und Rettungswegplänen, die Wartung von Feuerlöschern und CO2-Löschanlagen sowie Brandschutzschulungen für die Belegschaft. Derzeit hat die Neunkircher Werkfeuerwehr 38 ehrenamtliche aktive Feuerwehrmitglieder und 12 inaktive Mitglieder der Alterswehrabteilung. Wehrführer ist Hauptbrandmeister Alexander Ley.

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