Pressemitteilung der Stahlstiftung Saarland

Interkulturelle „Berufseinstiegsmaßnahme der saarländischen Stahlindustrie 2.0“ (BEST)

27. Oktober 2016

Stahlstiftung Saarland ermöglicht jungen Menschen eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme - Erstmals Flüchtlinge und junge Deutsche in einem Projekt. Lehrgangsorte sind die Ausbildungswerkstätten der AG der Dillinger Hüttenwerke (Dillinger) und der Saarstahl AG.

Eine Ausbildung ist ein entscheidender Faktor bei der Integration von jungen Flüchtlingen. Genauso ist aber auch für hiesige, so genannte „unversorgte Jugendliche“ ein Ausbildungsplatz oft die letzte Chance, doch noch den Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu finden. Deshalb hat die Stahlstiftung Saarland gemeinsam mit 4 weiteren Partnern das Programm „BEST 2.0“ initiiert. Ziel von BEST 2.0 ist die Verbesserung der Einstiegsvoraussetzungen in eine Ausbildung und somit die Eingliederung der aktuell 11 jungen Deutschen und 15 Flüchtlinge in den ersten Arbeitsmarkt. Im Laufe der Maßnahme sollen noch weitere Teilnehmer dazu kommen.

Die Teilnehmer sind maximal 25 Jahre alt und haben eine zweiwöchige Eignungsanalyse zur Bestimmung des jeweiligen  Leistungsstands durchlaufen. Dabei wurden soziale und berufs­spezifische Kompetenzen wie Lernfähigkeit, Arbeitsplanung, Teamfähigkeit oder Feinmotorik ermittelt. In der Zeit vom 4. Oktober 2016 bis 14. Juli 2017 erlernen die Teilnehmer die Grundlagen in der Elektro-, Metall- und Verfahrenstechnik und werden mit dem Arbeitsleben und den Arbeitsprozessen vertraut gemacht. Prüfungen am Ende eines jeden Lernmoduls und eine kontinuierliche Begleitung durch Mitarbeiter der Verbund­ausbildung Untere Saar e.V. (VAUS) flankieren die Maßnahme. Finanziert wird die Maßnahme durch die Stahlstiftung Saarland und die Agentur für Arbeit Saarland.

Zitate:

Peter Schweda, Vorsitzender des Kuratoriums der Stahlstiftung und Arbeitsdirektor von Dillinger und Saarstahl:

„Beide Stahlunternehmen sind bereits in der Vergangenheit ihrer sozialen Verantwortung nachgekommen und haben unversorgte Jugendliche in speziellen Projekten gefördert. Mit der Intergration von Flüchtlingen betreten wir jetzt Neuland. Diese Maßnahme wird bereichernd für alle Beteiligten sein und ich bin optimistisch, dass die Teilnehmer aufgrund des individuell abgestimmten Qualifizierungsplans, mit Hilfe unserer engagierten Ausbilder und nicht zuletzt durch den interkulturellen Austausch die gewünschte Ausbildungsreife erlangen werden.“

Anke Rehlinger, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr Saarland:

„Mit der Maßnahme wird der Weg in Ausbildung und Arbeit sowohl für junge Saarländerinnen und Saarländer als auch für Flüchtlinge geebnet. Jugendliche, die noch nicht über die erforderliche Berufseignung verfügen oder die einen Flüchtlingsstatus besitzen, können sich dadurch zu wertvollen Fachkräften entwickeln. Wir müssen ihnen nur beherzt unter die Arme greifen. Genau das machen die Initiatoren dieses Projektes und dafür danke ich Ihnen.“

Jürgen Haßdenteufel, Geschäftsführer Agentur für Arbeit Saarland:

„Auch wenn sich der Ausbildungsmarkt in den zurückliegenden Jahren ganz stark zu Gunsten der jungen Menschen gewendet hat, die einen Ausbildungsplatz suchen: Viele bleiben nach wie vor zunächst einmal ohne Chance. Dazu zählen zur Zeit auch sehr viele junge Flüchtlinge. Mit BEST 2.0 gehen wir mit diesen jungen Menschen einen wichtigen Schritt in Richtung Integration am Arbeitsmarkt und in unsere Gesellschaft.“

Partner:

BEST ist ein Projekt von Stahlstiftung Saarland, der Agentur für Arbeit Saarland, den Job-Centern Saarbrücken, dem Landkreis Saarlouis und der Verbundausbildung Untere Saar e.V. (VAUS).

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