PRESSEMITTEILUNG

Jahreshauptübung der Saarstahl-Werkfeuerwehr Neunkirchen am Gasometer: Personen- und Höhenrettung erfolgreich erprobt

19. August 2013

Er ist eines der, wenn nicht das Wahrzeichen für den Stahlstandort Neunkirchen:
der über die Stadtgrenzen hinaus sichtbare und 68 Meter hohe Scheibengasbehälter mit einem Fassungsvolumen von 80.000m³ Erdgas. Neben den Anlagen auf dem Werkgelände ist die Saarstahl AG auch Betreiberin dieses Gasometers, der in diesem Jahr im Zentrum der Hauptübung der Werkfeuerwehr stand.

Alle drei Jahre wird eine Übung am Gasometer durchgeführt. Dabei sind neben Brandschutz- auch Vorsorgemaßnahmen zur Rettung von Personen, sowohl aus dem Behälterinnern als auch außen sicherzustellen. Und dabei zeigte die Spezialeinheit der „Höhenretter“ der Neunkircher Werkfeuerwehr wieder ihre besondere Qualität. Diese 2008 gegründete Spezialeinheit absolviert jedes Jahr zusätzlich zu den turnusmäßigen Übungen (alle 14 Tage) 40 Übungsstunden „im Seil“.

Beim diesjährigen Szenario musste eine auf dem 1. Ring des Gasometers, in rund 18 Metern Höhe, liegende verletzte Person gerettet werden. Dazu seilten sich zwei Höhenretter von der obersten Ebene des Gasometers zu der Person ab, fixierten zwei Flaschenzüge in ihren Seilen, mit denen sie den Verletzten mit einer Trage sicher zu Boden brachten. Dort kümmerte sich der Rettungsdienst um die weitere Behandlung.

Saarstahl-Arbeitsdirektor Peter Schweda zollte den Rettungskräften Respekt: „Diese Übung hat bewiesen, dass wir alles tun, um die Sicherheit unserer Anlagen, unserer Mitarbeiter und natürlich auch der Bevölkerung zu gewährleisten. Wir unterschätzen die möglichen Gefahren nicht und tun im Sinne der Bevölkerung alles, um Störfälle zu verhindern.“

Unterstützt wurde diese Personenrettung mit Löschmaßnahmen, wobei über einen Zeitraum von zwei Minuten rund 10.000 Liter Löschwasser eingesetzt wurden. „Wir sind technisch in der Lage, auch bei einem Ausfall des Trinkwassernetzes die benötigten Wassermengen aus der Blies zu holen“, erklärt Wehrführer Wolfgang Wilhelm. „Dazu werden Schlauchleitungen über eine Distanz von 4.500 Meter verlegt. Die erforderliche Wurfhöhe erreichen wir dabei durch den Einsatz spezieller Tragkraftspritzen. Im Übrigen ist das Areal um den Gasometer vielfach gesichert und direkt an die Brandmeldeanlage an Tor 1 verbunden.“ Den Abschluss der Übung bildete eine gemeinsame Angriffsübung mit der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen- Innenstadt und dem Löschbezirk Wellesweiler. Dabei wurde der Wirkungsgrad der Wasserwerfer demonstriert, die im Ernstfall den Gasometer abkühlen.

Bei der Manöverkritik zeigten sich Beteiligte und externe Beobachter sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung. Abschließend erhielt Hubert Görlich für 25 Jahre Dienstzugehörigkeit eine besondere Ehrung vom Vorsitzenden der ARGE der Werkfeuerwehren im Saarland, Gregor Boden.

Über die Werkfeuerwehr Saarstahl Neunkirchen

Die Gründung der Werkfeuerwehr Neunkirchen liegt mehr als 143 Jahre zurück. Sie besitzt den Status einer anerkannten Werkfeuerwehr. Zu ihren Aufgaben gehören neben den Brandwachen und den tatsächlichen Einsätzen auch der vorbeugende Brandschutz, wie z.B. die Erstellung von Flucht- und Rettungswegplänen, die Wartung von Feuerlöschern und CO2-Löschanlagen sowie Brandschutzschulungen für die Belegschaft. Im Jahr 2012 wurden insgesamt 918 Feuerwehr-Übungsstunden geleistet. Derzeit hat die Neunkircher Werkfeuerwehr 30 ehrenamtliche aktive Feuerwehrmitglieder und 20 inaktive Mitglieder der Alterswehrabteilung. Wehrführer ist Hauptbrandmeister Wolfgang Wilhelm.

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